Die 50 Mitglieder des BCC bieten während ihrer diesjährigen Büttensitzungen ein nahezu vierstündiges Programm. Nach dem Kinderkarneval und der Veranstaltung für die Senioren fand am Sonnabend die erste von drei Abendveranstaltungen statt. Stürmischer Applaus und immer wieder Rufe nach Zugaben waren schönster Lohn für den spritzigen, bunten Abend.

Benzingerode. Nahezu vier Stunden Programm beim Benzingeröder Carneval Club (BCC). Zwischen drei und 79 Jahre alt sind die Akteure, die entweder, wie Richard Tautz, als passive Mitglieder dem Verein mit Rat und Tat zur Seite stehen, oder wie die junge Leni Gassmann bei den Tanzmäusen über das Parkett des vollbesetzten Saals vom "Lindenhof" wirbeln.

Für das dreijährige Mädchen war es bereits die zweite Session. Im nächsten Jahr wird sie nicht mehr jüngstes BCC-Mitglied sein, denn die jetzt zweijährige Ida Kamenski wird dann, so ihr Wunsch, das erste Mal mit tanzen. Auch dieses Mädchen hat das Narrenblut geerbt, denn die Mutter Diana Kamensky tanzt in der Funkengarde mit, während ihr Vater Christan Pfeiffer seinen Beifall mit dem Männerballett bekommt.

Diesmal fehlt wegen Krankheit der "Harzer Junge", seit Jahren verkörpert von Ulli Bahr. Deshalb greifen die beiden Sitzungspräsidenten Heike Fischer und Heidi Bahr dessen Thema mit auf. Sie bringen mit Lokalkolorit viel Würze in das Programm. Beide kritisieren unter anderem den Vandalismus auf dem Sportplatz und die illegale Müllentsorgung auf dem Spielplatz. Von ihnen wird bedauert, dass es keine Einkaufsmöglichkeit in Benzingerode gibt. Dies sei wenig einwohner- und touristen- freundlich.

Klage gab es wegen des vorjährigen "Weihnachtsbaums für alle", der als nicht schön eingeschätzt wurde. Beider Mutmaßung: Beim nächsten Weihnachten werde auch Wernigerode über den Weihnachtsbaum schimpfen, denn der schönste werde in Schierke aufgestellt. Heidi Bahrs Vorschlag: Alles geht jetzt nach Schierke, "dann sollen sie auch unsere streunenden Katzen haben".

Fünf Büttenredner sorgen für viele Lachsalven. Neben dem "Rockeropa" Detlef Trolldenier, der aus Altersgründen eigentlich gar nicht mehr in die Bütt steigen wollte, dann aber doch von der Narretei überwältigt wurde, gibt es mit Heike Fischer und Heike Bollmann, die als Reinigungsgeschwader auftreten, ein Duo, das erstmals gemeinsam agiert. Humorvoll auch die beiden Schachspieler Beatrice und Kathleen König. Die Lachmuskeln strapazieren ebenfalls der Landstreicher Heinz-Günter Böttcher, der seinen Hausarzt (Uwe Üebersalz) konsultiert. Beide wie andere Akteure greifen mehrmals ins Programm ein. Heinz Günter Böttcher wirkt bei den vielumjubelten, für großartige Stimmung sorgenden Hofsängern mit, zu denen außerdem Ulrike Dankemeyer, Julia Stange, Susanne Schwarze und Willi Gessing gehören.

Uwe Übersalz gehört zum fünfköpfigen Technik-Team, das "hinter den Kulissen" für den reibungslosen Ablauf der Veranstaltung sorgt. Die Fünkchen, die Funkengarde, die Frauentanzgruppe, die Alten Schachteln sowie das fernsehreife Männerballett lösen ebenfalls Beifallsstürme und mehrmals Rufe nach Zugaben aus.

Wer diesmal nicht an der Büttensitzung teilnehmen konnte, muss sich sputen. Die Abschlussveranstaltung am 5. März ist bereits ausverkauft. Nur für das Programm am 26. Februar gibt es noch einige Restkarten.

   

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