Mit 35 000 Euro unterstützt Lotto Sachsen-Anhalt die diesjährigen Wernigeröder Schlossfestspiele – ein wichtiger Grundpfeiler für die Finanzierung des Festivals. Orchesterchef Christian Fitzner bedankte sich für die jahrelange Treue vieler Sponsoren, zu denen u. a. auch die Volksstimme zählt.

Wernigerode. Christian Fitzner steckt derzeit mitten in den Vorbereitungen für die 16. Wernigeröder Schlossfestspiele. Das Musikspektakel beginnt zwar erst Ende Juli, doch große Ereignisse werfen ja bekanntlich ihren Schatten voraus. Gespräche mit Sponsoren, zeitliche und logistische Planungen, zudem steht an diesem Wochenende das Vorsingen der Solisten an. "Es haben sich 240 Sänger beworben, 100 davon haben wir jetzt nach Wernigerode eingeladen", informierte der Chef des Philharmonischen Kammerorchesters. Mit Renate Rochell sei die Regisseurin für die diesjährige Schloss-Oper bereits gefunden.

Auch einer der wichtigsten "Grundpfeiler" der Finanzierung ist inzwischen in Sack und Tüten. Auf Schloss Wernigerode überreichten Dr. Hans-Georg Moldenhauer und Ronald Daßler von Lotto Sachsen-Anhalt einen Förderscheck über 35 000 Euro. "Wir wünschen den Musikern und Sängern gutes Gelingen und ein begeistertes Publikum", sagte Moldenhauer. "Ich finde es toll, was hier von Ihnen geleistet wird. Deshalb fällt es trotz der vielen Förderanträge, die uns erreichen, nicht schwer, den Beirat von einer Unterstützung in dieser Höhe zu überzeugen."

Christian Fitzner und auch "Schlossherr" Christian Juranek bedankten sich bei den Gästen aus Magdeburg. "Ich bin glücklich, dass Sie uns schon seit Jahren die Treue halten", so Fitzner. "Schon jetzt freue ich mich auf die Festspiele." Die Freunde der Klassik erwarte wieder ein abwechslungsreiches Programm. Im Mittelpunkt steht "Die Fledermaus" von Johann Strauss (wir berichteten). "Damit wagen wir einen Abstecher ins Reich der Operetten." Trotz der inhaltlich eher leichten Kost sei das Stück musikalisch gesehen "sehr gewichtig". Mit "Nola Note" wird erneut ein Stück für Kinder und Jugendliche angeboten. Das beliebte Wandelkonzert, das Eröffnungskonzert und die "Last Night" sind ebenso eingeplant. "Ich hoffe, dass wir viele Zuschauer anlocken können – zumal wir in diesem Jahr Konkurrenz aus Blankenburg bekommen." Dort werde im Sommer rund um das Blankenburger Schloss ebenfalls klassische Musik gespielt. Am Premierentag der "Fledermaus" (5. August) soll dort das Singspiel "Im Weißen Rössl" aufgeführt werden. Doch Fitzner und Juranek sind sich sicher, dass das Stammpublikum dem Wernigeröder Festival die Treue hält. "Dennoch – man muss sich abheben", so der Schloss-Chef. "Aber die Atmosphäre auf dem Schloss und die extra darauf zugeschnittene Inszenierung sind schon ein wesentlicher Faktor."