Carmen Christin Lukasik ist Ilsenburgs "Prinzess Ilse". Noch. Denn ab dem Sommer wird sie für 13 Monate als "Au Pair" planmäßig in den USA arbeiten. Bis dahin muss Ilsenburgs Fremdenverkehrsverein eine würdige Nachfolgerin gefunden haben. Immerhin gibt es jährlich zwischen fünf und zehn Anlässe, bei denen die "Botschafterin aus dem Ilsetal" aus Werbezwecken für die Stadt und Region gefragt ist.

Ilsenburg. Die nächsten Monate werden für "Ilsenburgs Prinzessin" Carmen Christin Lukasik ein Abschied auf Raten. Aber noch ist die attraktive 19-jährige Blondine in Amt und Würden. Ab dem Sommer geht sie allerdings für 13 Monate als "Au Pair" in die USA. Wohin und wann genau, wusste sie gestern auch noch nicht. Momentan hat das Abitur die höchste Priorität: "Prinzess Ilse" ist noch Schülerin im Wernigeröder Stadtfeld-Gymnasium.

Jetzt ist der Ilsenburger Fremdenverkehrsverein wieder gefragt, sich schnell um eine adäquate Nachfolgerin zu bemühen. Was erfahrungsgemäß der Quadratur des Kreises gleicht. Wenn in wenigen Tagen wieder die Messe "Haus & Bau" in der Harzlandhalle eröffnet wird, dürfte die Gymnasiastin ihren ersten öffentlichen Auftritt 2011 haben. Ilsenburgs Walpurgisfeier ist ein weiterer touristischer Höhepunkt, bei dem die Wernigeröderin als unverzichtbar gilt.

Carmen Christin Lukasik ist seit etlichen Jahren in Amt und Würden. "Mitmachen schadet nicht und mehr als gewinnen ist unmöglich". Das sagte sie sich bei einem Ausscheid, bei dem sie sich letztlich auch erst im zweiten Anlauf durchsetzte. Zu den zwingend notwendigen Voraussetzungen dafür zähle, abgesehen vom Aussehen und der Ausstrahlung, vor allem auch eine besonders gute Ortskenntnis. So jedenfalls der Vorsitzende des Fremdenverkehrsvereins, Hans-Georg Fischer, auf Nachfrage. Dazu würden Sehenswürdigkeiten ebenso gehören, wie die Kenntnis um die wichtigsten industriellen Standbeine der Stadt. Und wie hoch der Brocken ist, auch diese Zahl sollte eine künftige "Prinzess Ilse" nicht unbedingt erst nachschlagen müssen.

Die Gymnasiastin hat ihre Auftritte stets sichtlich genossen. Wo sie in ihrem grünen langen Kleid, der Krone sowie der weißen Schärpe auch immer auftritt: Kleine Mädchen geraten genau so oft in Verzückung, endlich mal einer "richtigen Prinzessin" zu begegnen, wie "große Jungen". Dabei gibt die Wernigeröderin unumwunden zu: "Ganz ehrlich: Als Kind wollte ich nie eine Prinzessin sein."

Sie habe stattdessen viel lieber mit Autos gespielt, als sich mädchentypisch an der Schatzkiste mit den abgelegten Kleidungsstücken der Mutter zu vergreifen.

Im "richtigen Leben" ist Carmen Christin Lukasik auch bei den "Lions", den Cheerleadern in Braunschweig aktiv. Insofern sind ihr Auftritte vor einem größeren Publikum alles andere als fremd. Gern erinnert sie sich noch heute an das Königinnentreffen in Genthin vor vier Jahren und das Stadtfest in Oschersleben.

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