In zwei Wochen Baustart, in drei Vollsperrung auf der Friedrichstraße. Für acht Wochen. Links und rechts der Hauptverkehrsader in Hasserode werden Umleitungen eingerichtet. Die exakten Pläne für das ehrgeizige Bauprojekt haben Experten im Wernigeröder Rathaus vorgestellt – und auch noch eins drauf gesetzt.

Wernigerode. Die einen meinen endlich, anderen stehen die Haare zu Berge. Nach sechs Jahren Pause und mehrfachen Verschiebungen sollen nun ab 14. März auf der Friedrichstraße wieder die Bagger rollen.

"Wir wissen, was auf sie zukommen wird", sagte Ingolf Wronnau. Der Geschäftsführer der Gesellschaft für Bauüberwachung und Planung (GBP) stellte im Wernigeröder Rathaus den nächsten Ausbauabschnitt auf der Hauptverkehrsader zwischen Wernigerode und Schierke vor. Das Interesse von Bürgern war groß, immerhin sind von diesem Projekt die Bewohner entlang der Baustelle genauso betroffen wie jene entlang der beiden Umleitungsstrecken.

Es könne zwar die meiste Zeit an der etwa 900 Meter langen Baustelle entlanggefahren werden - per Ampelregelung, "doch für acht Wochen müssen wir den Abschnitt in der Friedrichstraße komplett sperren", so Wronnau weiter. Aus Sicherheitsgründen – für Bauleute wie auch Verkehrsteilnehmer. Der neue Regen- wasserkanal muss unmittelbar neben der Abwasserleitung im Bereich der Straßenmitte eingebaut werden, begründete der GBP-Chef. Für diese Zeit werden parallel zur Friedrichstraße zwei Umleitungsstrecken für Pkw, Citybusse und Lkw bis 3,5 Tonnen eingerichtet.

Dirk Sauerhering, verantwortlicher Mitarbeiter beim Landesbaubetrieb, appellierte an die Hasseröder und Verkehrsteilnehmer, "Verständnis für die Mehrbelastung aufzubringen." Immerhin werde die Bauzeit erheblich verkürzt. Geplant war zuletzt von Oktober 2010 bis Oktober dieses Jahres, "nun liegen wir bei Mitte März bis Ende August."

Bis dahin soll die Straße auf einer Breite von 6,50 Meter ausgebaut sein. Beidseitig entstehen neue Geh-Radwege (bis 2,50 m breit), Grünstreifen und Parkplätze. Im Bereich Gaststätte "Auerhahn" wird eine Querungshilfe für Fußgänger gebaut. Alle Lampen und Bushaltestellen werden erneuert. Die Gestaltung lehnt sich an die des bereits ausgebauten Abschnitts im Bereich der Hochschule Harz an. "Und das wichtigste", betonte Baudezernent Burkhard Rudo, "mit dem Ausbau wird das Gefälle zwischen Straße und der nördlichen Fußwege ausgeglichen".

Damit das Projekt pünktlich bis zum 31. August beendet ist, werden die Mitarbeiter von STRATIE und Umwelttechnik & Wasserbau montags bis freitags in zwei Schichten sowie sonnabends bis Mittag bauen. Spielräume für Extras gebe es nicht, sagte Dirk Sauerhering und spielte auf die Erreichbarkeit der Grundstücke an. Gewährleistet werde die Zufahrt für Rettungsdienst und Feuerwehr sowie in Absprache mit den Gewerbetreibenden der Lieferverkehr.

Für alle Fragen rund um das Baugeschehen samt Zufahrtsmöglichkeiten und Ausweichparkplätzen bot Dagmar Tietz ihre Hilfe an. Die Mitarbeiterin des Baumamtes sicherte zu, dass die Anwohnern der Großbaustelle sowie der Umleitungsstrecken noch Informationen per Handzettel erhalten. "Darauf finden sie auch alle Ansprechpartner."

Bevor Burkhard Rudo die Gäste im Rathaussaal verabschiedete, überraschte Dirk Sauerhering noch mit der Information: "Mündlich steht die Zusage, dass wir ab 1. September in Richtung Westerntorkreuzung weiterbauen."

   

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