Freunde des Montanwesens um die Grubenmuseen "Büchenberg" und "Drei Kronen & Ehrt" geben sich eine neue Satzung und einen neuen Namen: "Bergbaufreunde Elbingerode/Harz". Der Verein ist knapp 90 Mitglieder stark und betont offen für alle Interessierten.

Elbingerode. "Nun gibt es kein ,Drüben‘ mehr", meint Ingo Brauckhoff mit Blick auf das manchmal nicht ganz ungetrübte Verhältnis der "Büchenberger" auf die Bergbaukollegen von "Drei Kronen & Ehrt" – und umgekehrt.

"Was doch einzig zählt, ist der Erhalt der Bergbautradition und eine erfolgreiche touristische Arbeit", so Brauckhoff weiter. Genau deshalb rücken die Mitglieder nun neu zusammen. In einer Mitgliederversammlung des Vereins der "Freunde des Eisenerzbergbaus Büchenberg" wurden dazu im Elbingeröder Hotel "Zum Goldenen Adler" die seit Jahresbeginn schon dazugehörigen Mitglieder vom früheren "Förderverein Drei Kronen & Ehrt" sowie weitere Bergbauinteressierte begrüßt. Angesichts des Zuwachses gab sich der Verein einstimmig eine neue Satzung und erweiterte den Vorstand.

Neu dazu kamen Dr. Harald Müller und Gerhard Rösicke (beide Wernigerode) sowie Herbert Zange (Elbingerode). Sie führen gemeinsam mit dem bisherigen Vorstand (siehe Foto) nun den Verein. Ziel ist, wie Vereinschef Ingo Brauckhoff betont, noch mehr die Ausrichtung auf die Pflege der Bergbautradition insgesamt in der Region bei gleichzeitiger Öffnung des Vereins etwa für Bergleute aus den Fels-Werken oder für Mitstreiter, die sich einfach für Bergbau, Geologie oder für das Brauchtum der Kumpel interessieren. Darauf, so Brauckhoff, weise auch die mit großer Mehrheit beschlossene Namensänderung hin. Der Verein heißt nun "Bergbaufreunde Elbingerode Harz".

Der Verein zählt 86 Mitglieder. Die Mitstreiter kommen hauptsächlich aus Elbingerode und Umgebung in der Stadt Oberharz, aber auch aus Bergbauorten wie Freiberg und Bad Grund. Ziel ist neben der bergbaulichen Traditionspflege auch die Unterstützung der touristischen und fachlichen Arbeit in den Bergbaumuseen der ehemaligen Gruben "Einheit" und "Büchenberg".

Wiedereröffnung an der B 27 verzögert sich

Beide Besucherbergwerke werden unabhängig vom Verein betrieben. "Büchenberg" wie gehabt von Ralf Melzer und Team. Die frühere "Einheit" demnächst auch von ihm, dann mit der Arbeitsförderungsgesellschaft Harz als Hauptpächter. Letzte Verhandlungen dazu mit der Stadtverwaltung Oberharz ziehen sich allerdings hin.

Die reguläre Wiedereröffnung, eigentlich für April vorgesehen, ist nun für Mai ge-plant, hieß es gestern. Vier neue Arbeitsplätze sollen entstehen, einen Kollegen hat Ralf Melzer schon angestellt. Die anderen drei warten nun - wie der Verein und die Touristen – auf die schnelle Wiedereröffnung des Bergbaumuseums an der B 27.

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