Schierke. Mit insgesamt 63 Einsätzen war es für die Schierker Feuerwehr ein ereignisreiches Jahr.

In seinem Rückblick schlüsselte Wehrleiter René Menzel diese Anzahl in 20 Brände, 30 technische Hilfeleistungen und 13 Fehlalarmierungen auf. In Erinnerung werden dabei die Brandserie an der Strecke der Harzer Schmalspurbahnen sowie die komplette Zerstörung des Pavillons im Kurpark durch ein Feuer bleiben. Außerdem halfen die Kameraden bei der Suche nach Vermissten, unterstützten den Rettungsdienst, hielten 31 Brandsicherheitswachen bei Aufführungen der Rockoper "Faust" auf dem Brocken und hatten Bäume durch Wind- beziehungsweise Schneebruch zu beseitigen. Ein Einsatz, der die Brandschützer ins Grübeln brachte, ereignete sich an einem Sonntagabend im Ortsteil. Dabei wurde die Feuerwehr gerufen, um einem Tagestouristen bei der Suche nach seinem Pkw zu helfen. René Menzel: "Fraglich, ob so etwas sein muss."

Einen Dank für die gute Zusammenarbeit richtete er an die Nachbarwehren Elend und Elbingerode, die neben den Wernigeröder Kameraden auch zu Einsätzen in Schierke alarmiert wurden.

Stadtwehrleiter Frank Häusler lobte den Ausbildungsstand der 23 Aktiven (darunter zwei Frauen) und zollte ihnen seine Anerkennung für ihre Kooperation mit den anderen Ortsfeuerwehren der Stadt Wernigerode.

Herzliche Worte gab es auch für Torsten Schuck, der die Schierker elf Jahre lang geführt hatte und im vergangenen Jahr von seinem Amt zurückgetreten war.

Einen großen Wunsch, den die Kameraden bereits seit längerem hegen, ist ein neues Gerätehaus. Das derzeitige Domizil ist in einem desolaten Zustand und auch der sogenannte Bestandsschutz keine Begründung mehr, erklärte René Menzel. Oberbürgermeister Peter Gaffert sicherte zu, dass an dem Projekt festgehalten wird. Er bat allerdings um Verständnis dafür, dass dessen Umsetzung nicht von heute auf morgen möglich ist. Gaffert lobte die Arbeit der Schierker und deren gelungene Integration in die Stadtfeuerwehr.

Die elf Mitglieder der Ju-gendabteilung unter Leitung von Oliver Walter dankten ihren Sponsoren mit einem kleinen Geschenk.

Schierkes vier Veteranen unterstützten auch 2010 die Öffnungsdienste des Feuerwehrmuseums Wernigerode. Leider wird es für die pensionierten Kameraden immer schwieriger, diese Unterstützung zu leisten. Deshalb baten sie die Aktiven, sich hierbei zu engagieren.