Eine Erhöhung der Mitgliedsbeiträge lehnten die Angler in der Pachtgemeinschaft Bodetalsperren klar ab, doch im Vorstand wird sie als auf Dauer unverzichtbar angesehen. Nur so sei Natur und Anglerspaß langfristig zu sichern, meint der Vizechef.

Elbingerode. "Wir schwimmen nicht in Geld, das wäre ein falscher Eindruck", sagt Ulrich Kaiser aus Elbingerode.

Der gerade wiedergewählte Vizechef der Fischereipachtgemeinschaft Bodetalsperren spricht sich für eine Erhöhung der Mitgliedsbeiträge für die Angler aus. Der Grund: Wie überall, so werde auch der Erhalt des guten Niveaus der Fischerei in den Bodetalsperren teurer, argumentiert Kaiser.

Vor allem die Preise für Fisch, der gekauft werden muss, um ihn großzuziehen und dann angeln zu können, stiegen. Die Rücklage der Gemeinschaft in Höhe von 8500 Euro sei zwar ein Polster, aber das Geld sei keineswegs im Laufe eines Jahres angespart worden, so Ulrich Kaiser: "Mancher denkt das vielleicht und wundert sich über die Rücklage. Dem ist aber nicht so. Die 8500 Euro wurden in den ganzen letzten Jahren mühselig angesammelt." Um Preiserhöhungen langfristig abzufangen, müssten daher die Beiträge erhöht werden.

Deshalb war bereits kürzlich zur Jahreshauptversammlung vorgeschlagen worden, den seit sieben Jahren unveränderten Beitrag von 15 auf 20 Euro pro Angler und Jahr zu erhöhen. Doch die Mehrheit lehnte ab, vertagte das Thema ins nächste Jahr.

"Diese aufs Jahr gerechnet minimale Beitragserhöhung würde sich in der Kasse eines jeden Anglers in etwa so negativ auswirken wie ein Häufchen Fliegendreck auf der Rappbodestaumauer", so Kaiser: "Aber für den Erhalt und die Pflege der uns anvertrauten Fischereirechte in den Talsperren wäre sie ein kleiner Schritt nach vorn gewesen."

Knapp 27 000 Euro werden 2011 für den Kauf von Fischen ausgegeben, um sie in den Talsperren wachsen zu lassen und dann zu angeln. Ulrich Kaiser: "Wollen wir das erreichte gute Niveau unserer Bewirtschaftung der Gewässer und damit den Spaß und die Freude für alle unsere Mitglieder am Angeln erhalten, werden wir um eine Erhöhung nicht umhinkommen."