Die Schülerinnen und Schüler der Förderschule aus Wienrode haben jetzt einen eigenen Wald. Er ist für sie Lern-, Arbeits- und Erholungsort zugleich. Die Übergabe des Waldstücks wurde am Montagvormittag vollzogen.

Wienrode (jni). Die Mädchen und Jungen der Förderschule Wienrode dürfen sich seit Montag stolze Waldbesitzer nennen. Zwar wird deswegen kein Grundbuch geändert, aber zumindest symbolisch sind die Schüler für ein eigenes Stück Wald verantwortlich. Das dazu gehörende Schulwaldprojekt anlässlich des "Internationalen Jahres der Wälder" wird im Revier Dambachhaus erfolgen. Dem vorausgegangen ist eine jahrelange Zusammenarbeit zwischen der Schule und dem Jugendwaldheim am Lindenberg in Blankenburg.

Ziel des Projektes ist es, dass die Schüler den Wald zu allen Jahreszeiten erleben sollen. Dabei tragen sie die Verantwortung für das ihnen übertragene Waldstück und sollen über die Jahre erkennen, dass ein Wald auch viel Pflege braucht und dass er Lebensraum für viele Tiere und Pflanzen ist.

Die Übergabe des Schulwaldes an die Wienröder erfolgte durch Peter Kaschner, den Leiter des Forstbetriebes Ostharz. In Vertretung des Landwirtschaftsministers war Peter Wenzel, Abteilungsleiter Forsten im Magdeburger Ministerium, anwesend und begrüßte die Schüler im Wald.Vor der feierlichen Übergabe führte jede Klassenstufe ein kleines Programm zum Thema Wald auf. So wurden die bekannte "Vogelhochzeit" dargestellt und auf selbst angefertigten Holzinstrumenten ein Musikstuck vorgeführt.

Während des längerfristigen Waldprojektes sollen die Schüler komplexe Zusammenhänge des Waldes erkennen, die Teamfähigkeit in der Gruppe fördern und vor allem auf die Übernahme von Verantwortung lernen.

In diesem Projekt wird auch altersübergreifend gearbeitet. Die Schüler werden dazu angehalten, Informationsbeiträge zu gestalten und Dokumentationen zu erstellen. Für die älteren von ihnen ist geplant, auch Berufsbilder, die eng mit dem Wald in Verbindung stehen, kennenzulernen.