Wernigerode (jmü). Anleitungen für Elixiere, Salben und Düfte, ein mittelalterliches Aderlassmesser, eine kleine Sammlung Hexenmasken sowie Präparate schauerlichen Getiers schmücken neben weiteren Exponaten Wernigerodes erstes Hexenmuseum. Christina Friedrich eröffnete es gestern mit mittelalterlichen Klängen im Hotel "Erbprinzenpalais". "Es ist ein gewagter Versuch. Aber wer nicht wagt, der nicht gewinnt", sagte die junge Frau vor ihren Gästen, die zur Vernissage in den "Walpurgiskeller" gekommen waren. Dort soll das kleine Museum eine feste Heimstatt bekommen. Das freut auch Hotelchef Lothar Schmidt. "Ich habe mir gesagt: Das könnte passen", so der Hotelier, der die Räume zur Verfügung stellt.

"Wir wollen in unserem Museum die Mystik behandeln, Einblicke in die Geschichte geben, aber auch eine Folterkammer einrichten, in der man sich richtig gruseln kann", so die Museumschefin. Allerdings fehlen ihr für solch eine Schreckenskammer noch die nötigen Exponate. Dafür bietet sie den Besuchern bereits jetzt jede Menge Infos über Hexen von einst bis heute. Geplant sind weiterhin eine Bastelecke für Kinder und das Erweitern der "Hexenküche". "Dort sollen die Besucher schnuppern, fühlen und spüren", lädt Christina Friedrich Jung und Alt zum Mitmachen ein.

Geöffnet hat ihr Hexenmuseum vorerst nur am Wochenende von 10 bis 15 Uhr sowie nach Voranmeldung – Tel. (03943) 258193.