Blankenburg (euh). Friedrich Eckhard ist der älteste Blankenburger und zugleich der älteste gebürtige Harzer im Landkreis Harz. Außerdem ist er das älteste Mitglied - inzwischen längst Ehrenmitglied - im Harzklub. Jetzt feierte er seinen 105. Geburtstag. Als vor zwei Jahren der bekannte Johannes Heesters 105 wurde hatte er noch gescherzt: "Das schaffe ich auch!" Und nun ist es vollbracht.

Der Senior ist zwar nicht mehr ganz so gut zu Fuß, wie zu der Zeit, als er in knapp zehn Jahren insgesamt 1600 Mal auf die Burg Regenstein wanderte, aber er ist stets guter Dinge, erzählt aus seinem langen Leben und genießt meist auf seiner Terrasse am Haus das schöne Wetter.

"Fast könnten wir den Jubilar als Gründungsmitglied des Harzklubs bezeichnen", meinte dessen Vorsitzender, Landrat Dr. Michael Ermrich, als er ihm gemeinsam mit Bürgermeister Hanns-Michael Noll zu seinem hohen Geburtstag gratulierte. Davon trennen ihn nur zwei Jahrzehnte, denn der Harzklub feiert am kommenden Sonnabend in Blankenburg sein 125-jähriges Gründungsjubiläum.

Blankenburgs Stadtoberhaupt überbrachte dem Jubilar zunächst die Glückwünsche des Ministerpräsidenten von Sachsen-Anhalt und verlas ein an ihn gerichtetes Schreiben. Dann folgten die Glückwünsche, verbunden mit der Ehrenmedaille Blankenburgs.

Schon früh um 8 Uhr empfing das "Geburtstagskind" seine ersten Gäste: den Landrat, den Bürgermeister und die Presse. Dann folgten der Blankenburger Harzklub-Zweigverein, die Volkssolidarität und Vertreter der Linkspartei, bei der beziehungsweise deren Vorgängern Fritz Eckhard seit 83 Jahren Mitglied ist.

Das Telefon stand ebenfalls kaum still. Immer wieder klingelte es, und Verwandte sowie Freunde gratulierten ganz herzlich. Immerhin gehören bis heute zwei Kinder, fünf Enkel, 16 Urenkel und ein Ur-Urenkel zur Familie.