Ein Projekt für Elbingerode beschäftigt seit Jahrzehnten die Gemüter und kommt nun in Gang: Ab Juli wird der Rohrbach saniert, danach bekommt die gleichnamige Straße einen Kreisel und wird Bundesstraße. Der Markt soll verkehrsberuhigt werden.

Elbingerode. "Die Ausschreibungen sind raus, ich schätze mal, im Juli kann es losgehen", informierte Michael Kubocz die Harzer Volksstimme.

Der Vize-Bauamtsleiter der Stadt Oberharz stößt damit eines der mit am längsten diskutierten Vorhaben in Elbingerode an - die Freilenkung des bisher vielbefahrenen Marktplatzes.

Ab Juli wird dazu erst einmal die Wasserführung des Rohrbaches in der Rohrbachstraße saniert. Der Wasserlauf bekommt ein neues, anderes "Rohr". Es wird größer sein und tiefer gelegt als die jetzige Wasserführung, um den Bestimmungen für Bundesstraßen zu entsprechen.

Rund 600 000 Euro werden aus Fördertöpfen sowie von Kommune und Landesbetrieb Bau für diese Neuverrohrung investiert. Grundstückseigner werden nächste Woche zu einem Informationsabend am 13. April um 18 Uhr ins Haus Bodfeld eingeladen. Die Bachsanierung ist nur ein erster Schritt.

Denn teils zugleich, vor allem aber in den Jahren 2012 und 2013 soll dann die 320 Meter lange Rohrbachstraße von der Wenigeröder Straße (B 244) bis zur Wasserstraße (B 27) saniert und als neue Bundesstraßenführung ausgebaut werden, so Michael Kubocz weiter.

Die enge Ecke an der oberen Einmündung zur B 244 werde entschärft, an der unteren Einmündung zur B 27 werde gegenüber dem Kindergarten ein Kreisel gebaut. Unter ihm vereinigen sich dann die Gräben für Rohrbach und Kulk.

Anrainer werden dieser Tage schriftlich aufgefordert, ihre Regenwasseranschlüsse an die Bauplaner zu melden, damit die Anschlüsse in die detaillierte Planung einbezogen werden können. "2013", so Kubocz, "und sofern alles wie derzeit vorgesehen funktioniert, ist Elbingerodes Marktplatz dann keine Bundesstraße mehr und wird verkehrsberuhigt."

Das heiße, fahren könnten Anlieger und Geschäftsleute dort dann immer noch, aber in vergleichsweise viel geringerem Maße als das heute der Fall ist, wo der Markt praktisch Elbingerodes Verkehrsknotenpunkt darstelle. Die Bushaltestellen sollen eventuell zusammengefasst werden, auch der Bau eines Brunnens sei möglich, so der Bauexperte.

Aber dazu gebe es noch keine klaren Vorstellungen. Darüber müssten Räte und Planer noch befinden und hätten ja auch noch etwas Zeit. Kubocz: "Nun beginnt erst einmal die Rohrbachneuverrohrung mit Vorarbeiten zum Straßenbau."

 

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