Bürgermeister Hanns-Michael Noll ist mit seinem Vorstoß vorerst gescheitert, in der Stadtverwaltung wieder ein Hauptamt einzurichten. Das Vorhaben wurde aber auf das kommende Jahr vertagt-

Blankenburg (euh). Zentrales Thema der Sitzung des Hauptausschusses des Blankenburger Stadtrats war am Dienstagabend die mögliche Wiedereinführung der Planstelle eines Hauptamtsleiters in der Stadtverwaltung. Begründung des Bürgermeisters Hanns-Michael Noll dazu war: "Es gibt keine mit Blankenburg vergleichbare Stadt ohne ein Hauptamt."

Bei den Ausschussmitgliedern, vornweg Frank Schade und Heinz Grimme, stieß der Vorschlag zum gegenwärtigen Zeitpunkt jedoch auf keine Befürwortung. Bei den ohnehin knappen Finanzen im städtischen Haushalt sei es nicht zu verantworten, eine zusätzliche hochbezahlte Beamtenstelle zu schaffen. Schade schlug daher im Gegenzug vor, zu warten, bis der Teamleiter in der Stadtverwaltung, Dieter Müller, im kommenden Jahr in den Ruhestand gehe.

"Bis dahin könnten auch die Aufgaben eines künftigen Hauptamtsleiters klarer definiert sein", lenkte Noll ein und erklärte sich mit dem Einwand einverstanden. Somit zog er seinen Antrag im Hauptausschuss und für den demnächst tagenden Stadtrat zurück.

Im Grunde genommen seien zwar alle Ausschussmitglieder für das neue bereits einmal existierende Hauptamt gewesen, ergänzte der Bürgermeister gegenüber der Harzer Volksstimme nach der Sitzung, aber nicht zu diesem Zeitpunkt. Aus Ersparnisgründen wollte Noll ursprünglich ein Hauptamt und den Technischen Eigenbetrieb zusammenlegen. Noll: "Davon hatte jedoch die Kommunalaufsicht dringend abgeraten."

Zu gegebener Zeit soll also die Vorlage, mit allen Aufgaben des Hauptamtes konkret definiert, neu eingereicht werden.