Wernigerode. Woche für Woche sitzen über zwei Millionen Deutsche vor dem Fernseher und verfolgen gespannt die ARD-Fernsehlotterie. Die gemeinnützige Tombola hat TV-Geschichte geschrieben: Heute vor 55 Jahren flimmerte die erste Losziehung über die Bildschirme. Damit ist das Glücksspiel die älteste Fernsehlotterie der Welt – und hat seither nicht nur unzählige Hilfsprojekte ermöglicht, sondern Spieler zum Hoffen und Träumen angeregt.

Eine Reise oder gar ganz auswandern? Ein großes Haus am See, ein Auto, ein Leben in Saus und Braus oder doch den Großteil anlegen?

Volksstimme fragte in Wernigerode Passanten, was sie mit einem Lottogewinn von einer Million anstellen würden? "Es ist bestimmt ein schönes Gefühl, beim Einkaufen nicht auf jeden Cent achten zu müssen", meinte Angelika Neumann. "Auf jeden Fall würde ich als erstes verreisen und ein schönes Häuschen kaufen", so die Wernigeröderin. Einen Teil des Geldes würde die 62-Jährige aber auch spenden. "Am ehesten für sozial benachteiligte Menschen in der Region."

Recht nüchtern antwortete Jörg Mairich. "Ich würde das Geld auf den Kopf hauen. Eine Million ist nämlich gar nicht so viel", sagte der 41-Jährige. "Ich habe mal aus Spaß ausgerechnet, dass man etwa drei Millionen braucht, um sich zur Ruhe setzen zu können." Ein fantastischer Urlaub und ein Haus – diese beiden Träume würde er sich aber ebenfalls von der gewonnenen Million erfüllen. Sein Glück würde der Wernigeröder gern mit anderen Menschen teilen: "Meine besten Freunde könnten sich bestimmt über ein paar tolle Geschenke freuen."

Für Karl-Heinz Leipold käme das Vergnügen erst an zweiter Stelle. "Zuerst würde ich einen Teil sicher anlegen", antwortete der Leipziger, der gemeinsam mit seiner Frau Christa ein paar Urlaubstage in Wernigerode verbrachte. "Dann käme ein neues Auto an die Reihe. Nicht zuletzt würde ich meinen Sohn unterstützen." Wenn dann noch was übrig bliebe, ließe der 74-Jährige den Rest in seine Wohnungseinrichtung und den Haushalt fließen.

Wäre sie Lotto-Millionärin, würde Franziska Christ gern verreisen. "Afrika reizt mich, insbesondere Südafrika". Die 20-Jährige, die zum Studieren aus Kassel nach Wernigerode gezogen ist, denkt aber auch langfristig. "Einen Teil des Geldes würde ich sparen, um mir mein Studium zu finanzieren. So müsste ich nämlich nicht in den Ferien arbeiten gehen." Die Studentin: "Ein kleines Auto wäre dann sicher auch noch drin."Übrigens

   

Bilder