Die positive Nachricht zuerst: Die Bauarbeiten an der Friedrichstraße gehen sichtbar voran. Nach den aufwändigen Kanalarbeiten werden nun bereits Borde gesetzt. Allerdings gibt es auch eine schlechte Nachricht: Die Vollsperrung muss um eine Woche verlängert werden. Erst ab 23. Mai soll der Verkehr wieder rollen – dann unter halbseitiger Sperrung.

Wernigerode. Die Nerven der Autofahrer sowie der Anwohner und Gewerbetreibenden an der Friedrichstraße und auf der Umleitungsstrecke werden noch ein paar Tage länger strapaziert. "Wir müssen die Vollsperrung um eine Woche verlängern", kündigte Steffen Hartmann an, der die Bauarbeiten überwacht. "Ursprünglich wollten wir am 16. Mai die Sperrung aufheben. Doch durch Probleme im unterirdischen Bauraum, die wir im Vorfeld einfach nicht erkennen konnten, benötigen wir noch etwas mehr Zeit, um alles wie geplant fertigzustellen", so Hartmann. Trotz Zweischicht-System und dem guten Wetter der letzten Wochen habe der Zeitverlust nicht mehr kompensiert werden können.

Wie er weiter erläuterte, soll ab 18. Mai Asphalt aufgebracht werden. Ab 23. Mai rolle der Verkehr dann in wechselnden halbseitigen Sperrungen wieder über die Friedrichstraße. Geregelt werde dies über Baustellenampeln.

Einzige Ausnahmen: Die Linienbusse der Harzer Verkehrsbetriebe. "Sie werden wie bisher die Umleitungsstrecken befahren", so Hartmann, der dafür gleich zwei triftige Gründe nennt: Zum einen berge die Einordnung der Busse in die Ampelphasen zeitliche Probleme beim Einhalten des Fahrplans. Zum anderen gebe es im Sommer nochmals kurzzeitige Vollsperrungen der Friedrichstraße. Wegen dieser zwei Asphaltierungstermine extra Umleitungen einzurichten, sei ein zu großer Aufwand und verwirre die Fahrgäste.

Trotz der Verzögerung gehen sowohl die Baufirmen, als auch Landesbaubetrieb und Stadtverwaltung davon aus, dass das rund 650 Meter lange Teilstück pünktlich fertig wird: "Unser Ziel bleibt Ende August."

Optimistisch stimme die Beteiligten, dass sowohl die Regenwasser- und Trinkwasserleitungen, Strom- und Beleuchtungskabel sowie sanierte Schmutzwasserkanäle allesamt verlegt seien. "Mehr geht nicht", erklärte Bauamtsleiter Jörg Völkel.

Als gutes Zeichen wertet auch er, dass die direkt Betroffenen die Arbeiten insgesamt positiv sehen. Bei einer Runde mit den Gewerbetreibenden seien die Baufirmen sehr für ihren Fleiß und das gute Miteinander gelobt worden. "Auch wenn das Baugeschehen für manch Außenstehenden chaotisch aussehen mag: Es passiert was", so Völkel. Gestern wurde übrigens damit begonnen, die Bord- und Gossensteine zu setzen.Übrigens