Alles anders auf der Friedrichstraße. Sollte für Montag die Vollsperrung aufgehoben und nur halbseitig weitergebaut werden, haben sich Bauherren, Baufirmen und die betroffenen Gewerbetreibenden nun auf ein neues Procedere geeinigt. Die Vollsperrung bleibt, dafür wird schneller gebaut. Am 31. Juli soll der Straßenabschnitt komplett fertig sein.

Wernigerode. "Nach Abwägung aller Vor- und Nachteile, sowohl im Baufeld als auch auf der Umleitungsstrecke, sind wir zu dem Entschluss gekommen, auf der Friedrichstraße unter Vollsperrung weiterzubauen." Mit dieser Nachricht überraschte in dieser Woche Dirk Sauerhering, Sachgebietsleiter Straßenbau beim Landesbaubetrieb (LBB) in Halberstadt. Vorausgegangen war eine Beratung mit den ansässigen Gewerbetreibenden, die sich einhellig für diese Variante ausgesprochen hätten. Auch Anlieger hatten bereits mehrfach gegenüber der Volksstimme diese Variante favorisiert. Tenor: Je schneller, des-to besser.

"Dies hat einen entscheidenden Vorteil: Wir verkürzen die Bauzeit um einen Monat und haben am 31. Juli die Straße mit allen Nebenanlagen fertig", so Sauerhering. "Es ist die günstigste Variante."

Ausschlaggebend für die Kehrtwende waren auch die Hinweise von Ordnungsamt und Polizei. "Im Vorfeld der Bauarbeiten gab es mit dem Einrichten der Umleitung große Bedenken. Aber die sind so nicht eingetreten", erklärte Dirk Sauerhering. Die Umleitung über Mönchstieg, Lüttgenfeldstraße und stadteinwärts über Langen Stieg und Humboldtweg sei kein Unfallschwerpunkt geworden. Deshalb habe es auch "grünes Licht" aus der Stadtverwaltung für die Verlängerung bis Ende Juli gegeben.

Wie Sauerhering erklärte, sei ursprünglich geplant gewesen, die Vollsperrung ab kommenden Montag aufzuheben und unter halbseitiger Sperrung weiterzubauen. Der Verkehr wäre mit Baustellenampeln geregelt worden. Aufgrund der begrenzten Fläche wären dann aber weniger Arbeiter und Maschinen vor Ort gewesen. Der Bau hätte sich dann bis Ende August hingezogen. Um die Fahrzeiten besser planen zu können, wären die Busse der Harzer Verkehrsbetriebe ohnehin weiter die Umleitungsstrecke gefahren. Doch auch für Anlieger und Gewerbetreibende hätten die halbseitigen Sperrungen wohl kaum Erleichterung gebracht.

650 Meter asphaltiert

"Dort auszuscheren, um Blumen zu kaufen oder einen Lottoschein auszufüllen, wäre sicher schwierig geworden. Ebenso, sich wieder in den fließenden Verkehr einzubinden", so Sauerhering. "Dies hätte keinen wirklichen Vorteil bedeutet." Zumal bedeute die jetzt verlängerte Vollsperrung auch größere Sicherheit für die dort tätigen Bauarbeiter.

Sie können nun zügig weiterarbeiten. Aktuell war gestern die linke Fahrspur stadtauswärts bereits asphaltiert. Die Borde und Regenrinnen wurden auf 650 Metern gesetzt.

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