Ilsenburg (rar). Der Stadtverordnete Martin Wirth, Fraktion Linke/Bündnis 90/Grüne, hat die offenbar ungenügende Beachtung der Baumschutzsatzung im Stadtgebiet moniert: "So, wie das jetzt praktiziert wird, kann ich das nicht tolerieren", meinte der ökologisch Engagierte während der Stadtratssitzung in dieser Woche in der Harzlandhalle.

Zur Untermauerung seiner Vorwürfe führte er unter anderem die Dorfstraße in Darlingerode an. Dort gäbe es sehr ortsprägende Gehölze. Einer der Bäume sei zwar morsch gewesen, allerdings ein zweiter Baum kerngesund. Letzterer sei umgesägt worden, ohne vorherige Abstimmung oder festgelegte und vorgeschriebene Ausgleichspflanzung, so Wirth. Ähnliche Beispiele führte er im Goetheweg sowie im Außenbereich an der "Marianne Buggenhagen Schule" in Oehrenfeld an: "Das sind Dinge, die darf man nicht so lax auslegen. Es gilt in jedem Fall und überall das Vermeidungsverbot als Maßstab." Erst danach könne man solchen Fällaktionen zustimmen oder eben ablehnen. Das müsse aber doch stets mit entsprechenden Auflagen verbunden werden: "Für einen 80-jährigen Baum allen Ernstes einen Strauch als Ersatzpflanzung zu fordern, ist nun wirklich eine Lachnummer." Wirth forderte eine ernsthaftere Behandlung solcher Themen vorher im Bau- und Ordnungsausschuss.