Wernigerode ( ru ). Im Gedenken an den 65. Jahrestag des Kriegsendes legten Bürgerinnen und Bürger sowie Vertreter der Linken und SPD am Sonnabend am Ehrenmal in der Mahn- und Gedenkstätte am Veckenstedter Weg in Wernigerode Blumen und Kränze nieder. " Am Tag der Befreiung " vom Hitlerfaschismus gedachten sie der 57 Millionen Opfer der Nazibarbarei und des 2. Weltkrieges.

Der Linke-Landtagsabgeordnete und Kreisvorsitzende der Linken, André Lüderitz, erinnerte in einer kurzen Ansprache an das Ende der zwölfjährigen Terror- und Gewaltherrschaft, die mit dem 8. Mai 1945 zu Ende gegangen war. " Es war das Ende eines Systems, das mit brachialer Gewalt jeden politischen Widerstand mit Terror und physischer Gewalt auslöschte und Millionen Juden, Sinti, Roma, Homosexuelle und Menschen mit Behinderungen systematisch vernichtete. " Auch der Ort der Gedenkveranstaltung, die Mahn- und Gedenkstätte am Veckenstedter Weg, sei autentischer Ort und belege diese Unmenschlichkeit. Als Außenstelle des KZ Buchenwald und als Arbeitslager des Rüstungsbetriebes Rautalwerke sei dieser Ort Teil der Unterdrückung, Ausbeutung und Profitgier gewesen.

Die " größte Katastrophe der Menschheitsgeschichte " habe vor allem das russische Volk getroffen, das allein 27 Millionen Tote zu beklagen hatte. Lüderitz : " Der Einmarsch der US-Armee im Harz war zuerst die Befreiung der in faschistischen Lagern eingekerkerten Menschen.

Abschließend betonte Lüderitz : " Der Tag der Befreiung war, ist und bleibt ein Gedenktag für die Opfer und die Befreier vom Faschismus. Erst dieser Tag eröffnete dem Deutschen Volk den Weg in eine neue Zukunft. "