Elbingerode (jmü). Die Erinnerungen an die Tage und Arbeit tief im Büchenberger Revier füllten jetzt den Saal im Hotel "Goldener Adler" in Elbingerode in kürzester Zeit. Über 70 Bergbauinteressierte, vor allem Kumpel der ehemaligen Grube Büchenberg, waren der Einladung des Schaubergwerkes Büchenberg und dem dortigen Verein zum Erinnerungstreff anlässlich der Grubenschließung vor 40 Jahren, dem 30. April 1970, gefolgt.

Informativ und unterhaltsam waren die Ausführungen des ehemaligen Betriebsleiters Günter "Wasja" Müller zur Geschichte und Entwicklung der Grube, der etwas umstrittenen Stilllegung sowie zu den Nachfolgebetrieben MLK Blankenburg und Bergsicherung Schacht III.

Des Öfteren waren laute Lacher zu hören, wenn Müller an einzelne Begebenheiten oder Kumpel auf der Grube erinnerte.

Enttäuscht zeigte er sich jedoch wegen des Zustandes des Geländes im Umfeld des Schaubergwerkes und wünschte sich mehr Engagement und Initiative von den entsprechenden Verantwortlichen. Dem schloss sich nicht nur der Betreiber des Schaubergwerkes Ralf Melzer, sondern auch Gerhard Rösicke an, der einst mit der Verwahrung – also der Stilllegung der Grube – beauftragt war. Sein Appell: Das "Glück Auf" – der Gruß des Bergmanns – dürfe nicht verloren gehen und sollte der Zukunft in Gestalt der Schau- und Besucherbergwerke erhalten bleiben. Dies fand bei den Anwesenden volle Zustimmung.

Traditionen zu pflegen und an die schwere und mühsame Arbeit der Bergleute zu erinnern, sei die Aufgabe von Schaubergwerken und Vereinen, so Melzer. Die Pflege des Bergmannstages, der Erhalt und die Aufarbeitung betrieblicher Unterlagen und persönlicher Erinnerungen sei deshalb umso wichtiger. Bereits an diesem Abend kündigten einige der ehemaligen Kumpel an, dem Schaubergwerk und dem Verein persönliche Fotos und Erinnerungen zur Verfügung zu stellen.

Nächster Treff von Bergbauinteressierten ist zum "Herrentag", 13. Mai, die Eröffnung der Lehrpfadsaison am Schaubergwerk Büchenberg.

 

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