Wernigerode (pwr). "Wohin zuerst in Wernigerode? Direkt zum Markt, zum vielbewunderten Rathaus oder gleich hoch hinauf zum Schloss?" Fragen sich bestimmt viele ambitionierte Wernigerode-Besucher gleich nach ihrer Ankunft ungeduldig. Seit ein paar Tagen gibt der Schmidt-Buch-Verlag mit dem neuen Bildband "Wernigerode – Impressionen aus der bunten Stadt" darauf eine klare Antwort.

Thorsten Schmidt (Fotos) und Uwe Lagatz (Text) durchstreiften zwei Jahre lang ihre Heimatstadt, um ein Porträt zu zeichnen, das schließlich zu einer ganz persönlichen Liebeserklärung gedieh, informieren die beiden in einer Pressemitteilung. Die Autoren stellen Schloss, Rathaus, Kirchen und Fachwerkhäuser vor, finden dabei in Wort und Bild unbekannte Blickwinkel und lassen manch Vertrautes neu erscheinen. Die 155 oft großformatigen Farbfotos zeigen quirliges Markttreiben aus der Ferne und der Nähe, Schnappschüsse von großen und kleinen Neugierigen, turbulente Feste, idyllische Parks ebenso wie unverzerrt wiedergegebene Architektur, Brunnen, historische und moderne Kunstwerke, Häuserdetails und einiges mehr. Blicke auf die Stadt entstanden von umliegenden Bergen herab und aus dem offenen Helicopter heraus. Sie geben Gelegenheit, etwas länger nach Einzelheiten zu suchen.

In einem kurzen Essay zeichnet Uwe Lagatz aus der Geschichte heraus ein Bild von Wernigerode, wie seine Bewohner es heute ins Herz geschlossen haben und es seine Gäste fasziniert. Fachlich fundiert und reich an Informationen ergänzen meist längere Bildtexte die Fotos und erweitern den Bildband zu einem praktischen Reisebegleiter, versprechen die beiden Autoren in ihrer Ankündigung. Ein zweiseitiger aktueller Cityplan, der vom Holfelderplatz im Süden bis zum Bürgerpark im Norden reicht, hilft zusätzlich, die wichtigsten Sehenswürdigkeiten schnell zu finden. Vor den Toren der Stadt macht der Bildband nicht halt, denn auch alle Ortsteile samt Brocken und dessen Umgebung finden sich wieder.

Optisch bereits klar getrennt, in schwarzen und grauen Text wendet sich der Bildband sowohl an deutsch- als auch an englischsprachige Besucher. Und er wird auch verschiedenen bibliophilen Ansprüchen gerecht: Das Buch ist mit gleichem Inhalt sowohl im festen als auch im flexiblen Einband lieferbar.

"Wohin zuerst in Wernigerode?" bleibt eine spannende Frage, die Uwe Lagatz erst zum Schluss seines Essays beantwortet. Aber bis dahin hat man vielleicht schon vieles andere gesehen.

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