Wernigerode (is). Großer Erfolg für die Mitglieder der Schreibwerkstatt am Stadtfeld-Gymnasium. Ihr Projekt "nicht gerade – Lebenswege in Ausschnitten" gehört zu den besten des Bundeswettbewerbes "Förderprogramm Demografisches Handeln." Aus insgesamt 301 Beiträgen wählte die Jury 71 Beispiele aus, in denen herausragende Erfahrungen und Ergebnisse für Engagement, kritische Loyalität und Lernen für die Demokratie sichtbar werden.

Die Wernigeröder Schüler hatten gemeinsam mit dem Internationalen Bund die Lebensgeschichten von Migranten in der Stadt erfragt und anschließend literarisch aufgearbeitet. Dafür hat die Jury ihnen ein besonderes Lob ausgesprochen. Als Anerkennung darf eine Delegation der Stadtfeld-Gymnasiasten in dieser Woche außerdem an der viertägigen "Lernstatt Demokratie" in Bremen teilnehmen.

Auch die neue Textsammlung der Nachwuchsautoren wurde inzwischen veröffentlicht, informiert Leiterin Christine Schulz. "Unsere AG besteht seit 18 Jahren", so Schulz. Immer wieder finden sich interessierte Schüler zusammen, "aus Freude am Fabulieren und aus Interesse, Gedanken in Worte zu fassen". In der Schreibwerkstatt gemeinsam zu arbeiten, bedeute auch, dass man etwas von seinen persönlichen Gedanken preisgibt. Dies gehe nur, wenn man den Mut hat, sich der Kritik der anderen zu stellen. Christine Schulz: "Das neue Heft zeigt, es hat sich gelohnt."