Allrode (bfa). "Die Zuordnung von Allrode zum Oberharz und nicht nach Thale ist sachgerecht."

Das erklären kurz vor einer Anhörung im Innenausschuss in Magdeburg die beiden Harzer Landtagsabgeordneten Angela Gorr (CDU) und Ronald Brachmann (SPD) völlig übereinstimmend. Die Anhörung soll am morgigen Donnerstag zum Entwurf des Gesetzes über die Neugliederung der Gemeinden im Land stattfinden. Der Entwurf diese Gesetzes sieht vor, Allrode der Stadt Oberharz am Brocken zuzuordnen.

Gerade darüber wird seit Jahr und Tag und zum Teil heftig in der Bürgerschaft des Ortes an der Luppbode gestritten. Seit geraumer Zeit auch vor Gericht, Volksstimme berichtete mehrfach. Das Ergebnis ist aber immer noch offen.

"Gräben vertiefen, hilft niemandem"

Dr. Ronald Brachmann und Angela Gorr sprechen sich nun im Sinne des Gesetzentwurfes für den Anschluss Allrodes an Stadt Oberharz aus – "Dafür sprechen die seit Jahren gewachsenen Strukturen und bestehenden Verflechtungsbeziehungen innerhalb der ehemaligen Verwaltungsgemeinschaft Brocken—Hochharz. Auf Grund seiner landschaftlichen Lage ist der Ort seit Jahrhunderten landsmannschaftlich mit dieser Region verbunden", betonen beide.

Diese Gründe seien "bei sachgerechter Abwägung" wichtiger als jene für eine Eingemeindung nach Thale.

"Wir wissen," so Angela Gorr und Ronald Brachmann weiter in der Stellungnahme gegenüber Harzer Volksstimme, "dass dies nicht von allen Allrödern so gesehen wird." Es sei das gute Recht der Thalebefürworter, ihre Bestrebungen juristisch zu verfolgen. Aber:

"Wann die Gerichte wie entscheiden, ist allerdings ungewiss", betonen die Politiker: "Der Gesetzgeber kann darauf nicht warten. Wir können nur hoffen, dass die Allröder die endgültige Entscheidung akzeptieren werden, auch wenn sie nicht dem Wunsch jedes Bürgers entspricht. Die ohnehin schon tiefen Gräben weiter zu vertiefen, hilft niemandem – schon gar nicht der Zukunft Allrodes."

Bilder