Schierke. Wenn der Stadtrat heute ab 17.30 Uhr im Wernigeröder Rathaussaal tagt, könnten für Schierke entscheidende Weichen gestellt werden. Zur Abstimmung steht das vom Berliner Architekten Wolf R. Eisentraut erarbeitete Entwicklungskonzept für den 700-Seelen-Ortsteil (wir berichteten).

Zur ersten Veränderung, die ohne Konzept realisiert werden soll, gehört der Umzug von Vereinen in das Rathaus. Mit dem Auszug der Verwaltung sind viele Räume leer, die nun als Vereinsstätte genutzt werden könnten. Selbst der Jugendclub hätte in dem denkmalgeschützten Gebäude eine vernünftige Bleibe, hieß es auf der jüngsten Ortschaftsratssitzung. Von den zahlreichen Einwohnern gab es zudem noch Vorschläge, wie das Haus besser touristisch genutzt werden kann. Beispielsweise könnte die "Rollende Bibliothek" im Rathaus Station machen und für Urlauber ein Lese-Spielraum eingerichtet werden. Der Saal würde sich auch für kleine Konzerte, Kabarett, Lesungen, Vorträge usw. anbieten.

Der ebenso für heute im Stadtrat zur Abstimmung stehende Gebührentarif für Pferdekutschen wurde in Schierke begrüßt. 150 Euro wären im Jahr pro Pferdefuhrwerk zu zahlen. Aber! Die Vergabe von Sondergenehmigungen sollte in Schierke auf vier Unternehmen begrenzt werden, schlugen anwesende Kutschenbetreiber vor. Ihre Begründung: Die Kapazität sei erschöpft, außerdem gebe es sowieso nicht mehr Standplätze auf dem Parkplatz "Am Thälchen". Hintergrund für den Ärger, der in einer Aussprache mit dem Ordnungsamt geklärt werden soll: Ein fünftes Unternehmen ist neuerdings in Schierke unterwegs. Das Problem Standplatz Am Thälchen löse die Chefin mit dem Kauf eines Parkscheins.