Das Teutloff-Sozialwerk Wernigerode und die Agentur für Arbeit Halberstadt pflegen bereits seit Jahren eine intensive Kooperation bei der Ausbildung bzw. Vermittlung von jungen Menschen mit sozialer Benachteiligung und körperlichen Behinderungen. Jetzt wurde diese Verbindung erstmals vertraglich fixiert.

Wernigerode. 1996 war das Teutloff-Sozialwerk als wohnortnahe berufliche Einrichtung zur Rehabilitation aus dem gleichnamigen Bildungszentrum hervorgegangen und agiert seither eigenständig. Und das mit stetig wachsendem Erfolg, wie Geschäftsführer Dieter Steffen am Montag beim Abschluss der Zielvereinbarung mit der Agentur für Arbeit Halberstadt resümieren konnte.

Danach haben im vergangenen Jahr 67 Absolventen mit abgeschlossener Berufsausbildung das Sozialwerk verlassen. 34 von ihnen nahmen unmittelbar danach ein Arbeitsverhältnis auf. Diese Zahl erhöhte sich nach sechs Monaten auf 49. Für sechs Jugendliche wurde zudem die Lehrzeit verlängert bzw. es erfolgte ein Übergang in eine Vollausbildung zum Tischler oder Maler und Lackierer.

War dabei bislang die Kooperation mit dem Team berufliche Rehabilitation und schwer behinderte Menschen der Agentur für Arbeit Halberstadt bereits sehr eng, so wird sie laut Steffen durch die jetzt erstmals abgeschlossene Zielvereinbarung noch intensiver. Gleichzeitig verpflichtet die Unterschrift beide Partner dazu, das finanzielle Budget für einen maximalen Erfolg auf dem Arbeitsmarkt rationell einzusetzen.

Die darin enthaltenen Leistungsvorgaben: 49 Absolventen des aktuellen Jahrgangs mit Abschluss, 24 Prozent von ihnen sofort zu einem Job verhelfen, ein halbes Jahr später bereits 73 Prozent und der Anteil der nach diesem Zeitraum nicht bei der Arbeitsagentur erwerbslos gemeldeten Frauen und Männer darf nicht unter 85 Prozent liegen. Dieter Steffen: "Wir liefern ein Produkt für den Markt mit Vermittlung aus dem Hause heraus." Diese Aufgabe zu meistern, bedarf es besonderer Anforderungen an das gesamte Personal. Letztlich ist es oberstes Ziel, dass das Teutloff-Sozialwerk angesichts des allseits beklagten Mangels an Fachkräften beweist, den Ansprüchen der Arbeitgeber an ihre Beschäftigten vollauf gerecht werden zu können.

Heike Schittko bestätigte: "Wir sind stolz darauf, dass wir als Agentur solch eine Einrichtung vorweisen können, um die uns viele Kollegen in Sachsen-Anhalt und Thüringen beneiden." Die Entwicklung an der Weinbergstraße, so die Halberstädter Chefin für das operative Geschäft, "ist eine Erfolgsgeschichte und eine enorme Leistung".