Wernigerode. Yvonne Schie war schockiert und wandte sich deshalb an die Harzer Volksstimme. Wie unsere Leserin berichtete, hat sie mit ihrer vierjährigen Tochter kürzlich das Streichelgehege auf der Wernigeröder "Lust" besucht. Darin befanden sich Ziegen und Kaninchen.

Auch ein Pony entdeckten die Wernigeröderin und ihre Tochter. Yvonne Schie: "Das Tier war allerdings alles andere als zutraulich. Es fing nach kurzer Zeit an, nach mir und meinem Kind zu schnappen." Und weiter: "Wir konnten nicht schnell genug ausweichen, worauf wenige Sekunden später das Pony meine Tochter umstieß und trat." Ein anderer Gast eilte zur Hilfe, um "schlimmeres zu verhindern".

Weder seien nach den Angaben von Yvonne Schie Schilder wie "Betreten auf eigene Gefahr" vorhanden, noch Aufsichtspersonen in der Nähe gewesen. Das Personal der benachbarten Waldgaststätte habe ihr vorher sogar noch die Erlaubnis erteilt, den Vierbeiner streicheln zu dürfen.

Gäste gingen sogar schon auf Ziegenjagd

Volksstimme hakte bei Birgit Linde-Schmidt nach. Ihr gehören die Tiere. Das Wohnhaus der Familie befindet sich direkt neben dem Streichelgehege. Die Wernigeröderin: "Das Pony steht aber auf unserem privaten Gelände. Die Leute haben dort nichts zu suchen." Die zunehmende Respektlosigkeit gegenüber ihrem privaten Besitz und den Tieren sei für sie nicht nachzuvollziehen. "Wir hatten sogar schon Gäste, die die Tür vom Streichelzoo abmontiert und die Ziegen gejagt haben."

Das kleine Pony, das Yvonne Schie und ihrer Tochter Angst einjagte, sei noch sehr jung und mit Absicht nicht bei seinen Artgenossen. Nach dem Vorfall, von dem sie jedoch erst von der Volksstimme erfahren habe, überlege Birgit Linde-Schmidt, ob sie das Streichelgehege nicht gänzlich schließe. Sie findet es außerdem schade, "dass die Mutter sich nicht direkt an uns gewendet hat. "Ich hätte es ihr gern persönlich erklärt."