"Endlich Sonne!" freuen sich Spaziergänger in Elbingerode und wagen sich zu Pfingsten nun doch mal ins Freie. An den Christinenteichen aber ist Vorsicht geboten: Alle drei einst schönen Brücken wurden wegen Instabilität abgebrochen. Ihr Neubau ist geplant, kann aber noch etwas dauern.

Elbingerode. Für Verwunderung und Kritik sorgt der Zustand des sonst so schönen Parks an den Christinenteichen mit Naturbad und Gasthaus in Elbingerode. Drei Brücken wurden abgebrochen, der schöne Rundweg gesperrt.

"Die Brücken waren morsch, die Sicherheit konnte nicht mehr gewährleistet werden, und wir mussten handeln", sagte Oberharz-Bauamtsleiter Michael Kubocz gestern auf Nachfrage. Die lediglich aus Holz bestehenden, etwa fünf oder mehr Jahre alten Konstruktionen seien zwar sehr schön gewesen, aber "durchgegammelt", wie es im Bauleutejargon heißt.

Das habe jeder merken können, wenn er über die schwankenden Planken gegangen ist, so Kubocz weiter. Zunächst gab es noch Diskussionen, dass die Brücken so schnell nicht verrottet sein könnten. "Aber an dem Standort gibt es wenig Sonne, viel Feuchtigkeit", begründet der Bauamtsleiter den Sachverhalt, "da halte Fichtenholz nicht so lange.

Wie lange die nun mit Sperren gesicherten, aber offenen und nicht ganz ungefährlichen Abläufe dem Areal einen unschönen Eindruck verpassen, ist noch offen. "Am Dienstag erwarten wir ein erstes Angebot", so der Kubocz. Dann soll entschieden werden, wie verfahren wird. Geplant sei, keine gänzliche Holzkonstruktion wieder zu verwenden, sondern Träger aus Metall in Verbindung mit Holzverkleidungen. Ob die neuen Brücken so schön werden wie die Vorgängerbauten, sei offen und hänge nicht zuletzt vom Geld ab.

Gehofft werde, so der Bauamtsleiter, bis zum Sommer wieder alle Brücken installiert zu haben. "Ansonsten müssen wir uns etwas einfallen lassen und die Übergänge provisorisch sichern", sagt Kubocz: "So wie jetzt kann es nicht lange bleiben." Das meinen etliche Einwohner auch.