Wernigerode. Die Gemeinnützige Gesellschaft für Sozialeinrichtungen ( GSW ) hat ihre Pflegeeinrichtungen in den vergangenen zwölf Monaten freiwillig unter die Lupe nehmen lassen.

Mit einem Ergebnis, das Geschäftsführerin Regina Wetzstein und Aufsichtsratschef Andreas Heinrich sichtlich mit Stolz erfüllt. Die Häuser Sankt Georg, Küsters Kamp, Caroline-König-Stift, Burgbreite, Stadtfeld und die Kurzzeitpflege Charlottenlust wurden duch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen durchgehend in einem Notenbereich von 1, 0 bis 1, 5 eingestuft. Bei den einzelnen Unterpunkten gab es nirgends weniger als eine 2, 6. Heinrichs Fazit : " Wir sagen, das ist eine gute Sache. " Zum einen, weil die Werte eine Bestätigung für die qualitativ hochwertige Arbeit der momentan 422 Beschäftigten sind. Andererseits lassen sich aus den Zahlen Tipps ableiten, in welchen Bereichen die GSW mit ihren 150 ambulanten, 550 stationären und 50 teilstationären Plätzen noch besser werden muss.

Durch die Gesamtnote ist zudem ein Vergleich mit anderen Anbietern überregional möglich. Ob die Zensierung allerdings bereits ausgereift ist, bleibt zunächst offen. Der Aufsichtsratsvorsitzende : " Das wird sich weiterentwickeln. " Und : " Jeder Verbraucher kann daran erkennen, ob das etwas für ihn ist oder nicht. "

Wie Regina Wetzstein erläuterte, wurden zehn Prozent der Bewohner jedes Heims überprüft. Das bedeutet z. B. für die Burgbreite mit insgesamt 80 Plätzen acht Stichproben. Anfang August 2009 war mit dem Pflege-TÜV begonnen worden. Im März 2010 hatten die Experten das Stadtfeld als letztes Haus in Augenschein genommen. Dabei wurden im Einzelnen die Pflege und medizinische Versorgung, der Umgang mit demenzkranken Bewohnern, soziale Betreuung und Alltagsgestaltung sowie Wohnen, Verpflegung, Hauswirtschaft und Hygiene auf den Prüfstand gestellt. Zur Checkliste gehörte zudem eine Befragung der ausgewählten Frauen und Männer.

Regina Wetzstein : " Für die deutlich über dem Durchschnitt liegende Benotung möchte ich mich in erster Linie bei unseren Beschäftigten bedanken. " Dennoch, so die GSW-Chefin, sieht sie in den Zahlen nur einen ersten Anhaltspunkt für die Auswahl eines konkreten Betreuungsangebotes. Sie lädt deshalb alle Interessenten ein, sich vor Ort in den momentan zu 98 Prozent ausgelasteten Heimen ein eigenes Bild zu verschaffen. Im Übrigen ist es ihr wichtig, vor jetzt eventuell aufkeimender Selbstzufriedenheit zu warnen. Die Geschäftsführerin Regina Wetzstein : " Für uns dient der Pflege-TÜV auch zur Sicherung der Arbeitsplätze. "

Nähere Informationen gibt es im Internet unter :

www. pflegelotse. de