Clausthal-Zellerfeld / Wernigerode / Bad Harzburg ( pwr ). Im Kalten Tal bei Bad Harzburg starben in den letzten Jahren zahlreiche Salamander durch den Fahrzeugverkehr auf der Talstraße, die im unteren Bereich in die Zuständigkeit der Niedersächsischen Landesforsten, im oberen Bereich zum Nationalpark Harz gehört – heißt es in einer Pressemitteilung des Nationalparks.

Die Straße sei ein wichtiger Zubringer zu den Nationalpark-Waldgaststätten, zur Sennhütte, zum Burgberg und auch zu Einrichtungen wie dem Skyrope-Park und dem Märchenwald.

Schon vor Jahren habe der Nationalpark Harz durch Salamander-Hinweisschilder auf den nötigen Schutz der Tiere hingewiesen.

Im vergangenen Jahr wurde ein Versuch mit einem Amphibien-Leitzaun gestartet, und Mitarbeiter des Nationalparks und des Hauses der Natur konnten auf diese Weise vielen Tieren das Leben retten. Dennoch sei dies keine Dauerlösung gewesen, heißt es in der Mitteilung.

Nach einer fachlichen Expertise und in Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises Goslar gehen Landesforsten und Nationalpark nun einen neuen Weg. Als zunächst einmaliger Test wird die Talstraße durch die Schranke am Straßenbeginn an der B 4 vom heutigen Montag bis Ende Mai geschlossen. Das ist die Zeit, in der die trächtigen Salamanderweibchen wandern, die für das Überleben der Population von großer Bedeutung sind.

Dieser Test sei nur möglich geworden, weil alle Anlieger sofort und ohne zu zögern diesem Versuch zugestimmt haben.

Selbstverständlich können Fahrten, die aus übergeordneten Gründen unumgänglich sind, auch weiterhin stattfinden, z. B. lebensrettende Fahrten der Rettungsdienste. Die anderen Verkehrsteilnehmer müssen sich jeweils andere Wege suchen.