Wernigerode / Hannover. Über den Messeauftritt in diesen Krisenzeiten wurde im VEM-Konzern zwar diskutiert – letztlich stand jedoch die erneute Präsentation auf der weltgrößten Industrieschau in Niedersachsens Metropole nie ernsthaft in Frage. Wie Wernigerodes VEM-Geschäftsführer Jürgen Sander im Volksstimme-Gespräch sagte, wolle man diese Bühne wieder dazu nutzen, sich als innovatives Unternehmen zu präsentieren.

Und das ist gelungen : Bundeskanzlerin Angela Merkel, und in ihrem Tross auch Bundes-Wissenschaftsministerin Annette Schavan und Ministerpräsident Christian Wulff ( alle CDU ), schauten am VEMMessestand vorbei. Dort, so Sander gestern auf Nachfrage, habe sich Merkel speziell für ein 6, 5 Megawatt starkes Aggregat interessiert, das in Windräder eingebaut werde. Der einstigen Bundes-Umweltministerin habe er noch schnell sagen können, dass die ausstellenden VEM-Unternehmen, das Sachsenwerk und VEM motors, in Dresden und Wernigerode zu Hause sind, dann habe die Politikerin zum nächsten Stand eilen müssen.

In Hannover will VEM als größter deutscher Hersteller von Elektromotoren nachdrücklich seine Innovationskraft und sein Engagement im Umweltbereich unter Beweis stellen – ein Markt, der wegen strengerer Vorschriften, steigender Energiepreise und gewachsenen Bewusstseins der Kunden Wachstum verspricht.

Ausgestellt in der Messehalle 15 ist daher auch ein 1, 5-kW-Antrieb, der in ein Wellenkraftwerk eingebaut wird. Gemeinsam mit einem schottischen Partner wird dieses regenerative Kraftwerk gebaut. Dabei wird die Energie aus jenen Luftbewegungen gewonnen, die die Meereswellen in einem an der Küste errichteten Gebäude erzeugen.