Wernigerode. Kurz vor seinem 60. Geburtstag wurde gestern Klaus Jagemann in den Ruhestand verabschiedet.

Seine Kollegen überraschten den bisherigen Leiter des Revierkommissariats Wernigerode in der historischen Ratswaage mit klassischen Klängen wie u. a. aus Verdis Oper " Nabucco " und " Granada ".

Walter Seifert würdigte den Polizeioberrat in einer kleinen Ansprache. Seit 1996 hätten sich ihre Wege immer wieder gekreuzt, und die Zusammenarbeit dabei sei stets sehr angenehm gewesen. Jagemann habe in seinen 39 Dienstjahren ohnehin nie Nein sagen können. Der Leiter des Polizeireviers Harz : " Überall, wo dringend jemand gesucht wurde, musste er einspringen. " Bei einer kleinen Umfrage in der Dienststelle seien für den Spitzenbeamten Einschätzungen wie zuverlässig, sachlich, ruhig, belastbar, höflich, sozial kompetent und etliche andere positive Attribute mehr genannt worden.

Klaus Jagemann konstatierte schmunzelnd : " Ich habe gar nicht gewusst, dass ich so gut bin. " Der gebürtige Weißenfelser nannte Wernigerode " die für mich eigentlich schönste Station ". Zugleich sei es für ihn eine Herausforderung gewesen, ein Revierkommissariat zu führen. Die Arbeitsatmosphäre hier habe gestimmt, der tägliche Umgang mit den Kollegen Spaß bereitet. Zudem werde ihm die morgendliche Fahrt zum Dienst mit Blick zum Brocken und auf das Schloss fehlen, vermerkte der seit langem in Quedlinburg lebende Familienvater und dreifache Opa.

Seinem Team bescheinigte dessen scheidender Chef, er sei überzeugt, dass jeder einzelne von ihnen auch künftig seine Frau bzw. seinen Mann stehen wird. Klaus Jagemann : " Ich gehe deshalb mit zwei lachenden Augen. "

Heute ist sein letzter Tag im Dienst.