Verglichen mit den vergangenen Jahren ist die Zahl der Wildunfälle im Harzkreis 2009 gleich geblieben. Trotzdem müsse die Unfallprävention weiter verbessert werden. So lautete das Fazit der zweiten Wildunfallkonferenz von dem Polizeirevier Harz und der Kreisverwaltung.

Halberstadt ( pwr / is ). Die am stärksten durch Wildunfälle gefährdeten Straßen im Harzkreis sind die L 83 von Halberstadt nach Dingelstedt am Huy mit 32 Unfällen, die B 185 von Ballenstedt nach Mägdesprung ( 27 ) und die L 85 von Ilsenburg nach Stapelburg ( 18 ), heißt es in einer Pressemitteilung der Kreisverwaltung.

Diese Bilanz hat Polizeihauptkommissar Uwe Dreiling bei der 2. Wildunfallkonferenz des Harzkreises in Halberstadt gezogen. In der Reihenfolge der Verursacher von Wildunfällen steht das Rehwild mit 66 Prozent an der Spitze, gefolgt vom Schwarzwild mit 16 Prozent. 9 Prozent der Unfälle wurden durch Füchse verursacht, 5 Prozent durch Rot- / Damwild, gefolgt vom Niederwild ( Dachs, Hase und Kaninchen ).

Die jährlich im Frühjahr stattfindende Beratung wird gemeinsam vom Polizeirevier Harz und der Kreisverwaltung mit dem Ziel organisiert, die Wildunfälle zu untersuchen und Lösungsmöglichkeiten zu diskutieren.

Visuelle Warnanlage ist in Planung

Neben Frank Ruch als Leiter der Unteren Jagd- und Forstbehörde und Thomas Werner vom Fachbereich Straßenverkehr nahmen der stellvertretende Kreisjägermeister Dr. Holger Piegert, Vertreter der drei Jägerschaften, der Forstbetriebe Oberharz und Ostharz und größere private Waldbesitzer an der Veranstaltung teil.

Obwohl die Zahl der Wildunfälle in den vergangenen Jahren relativ gleichbleibend war, soll die Wildunfallprävention weiter verbessert werden, heißt es in der Mitteilung weiter. Uwe Dreiling habe informiert, dass die Errichtung einer visuellen Warnanlage im Raum Stapelburg-Ilsenburg in Planung sei. Als positiv sei die Verbesserung des Unfallmanagements durch die Teilnehmer der Diskussionsrunde bewertet worden.

Im Ergebnis der angeregten Diskussion wurde beschlossen, dass auch die Straßenmeistereien zu der nächsten Wildunfallkonferenz im kommenden Jahr eingeladen werden, um das Unfallgeschehen auf der B 6 n in die Analyse wie in die Prävention von Wildunfällen noch besser einbeziehen zu können.