Im Miniaturenpark " Kleiner Harz " wird eifrig die Saison vorbereitet. Wenn er am 1. Mai öffnet, werden neben den bekannten Modellen auch neue zu sehen sein. Dazu gehört die komplette Brockenkuppe. Von den insgesamt 120 geplanten Bauten sind jetzt 60 fertig.

Wernigerode. Nun hat der Fernsehturm auf dem Brocken seine Spitze. Gemeint ist natürlich das Modell des Harzer Wahrzeichens. Konnten die Besucher des Miniaturenparkes im Vorjahr nur Fragmente der Gebäude auf dem höchsten Harzgipfel bestaunen, ist dieser Teil " en miniature " nun komplett zu betrachten. 350 Kilogramm schwer und 4, 80 Meter lang ist der stählerne Fernsehmast. Eine Konstruktion aus Kunststoff sei von Experten abgelehnt worden, erläutert Uwe Hildebrandt, Vize-Standortleiter der Oskar Kämmer Schule in Halberstadt.

Nicht nur in der Schauwerkstatt des Bürgerparks, wo derzeit 15 Frauen und Männer beschäftigt sind, wird am " Kleinen Harz " gearbeitet. Weitere 75 Helfer sind im Schulgebäude Ilsenburger Straße tätig. Darunter neuerdings vorher arbeitslose Frauen und Männer aus Quedlinburg, die nun auch im Rahmen des Förderprojektes des Sozialgesetzbuches II tätig sein dürfen. In Halberstadt kleben, schrauben und malern 15 Beschäftigte an dem Projekt.

Ein Lob zollt Ingolf Fölsch den Partnern Kommunale Beschäftigungsagentur, Arge und anderen. Trotz knapper Kassen stehen die Mitstreiter zu dem Vorhaben und wollen es weiter fördern. Der Wernigeröder Geschäftsbereichsleiter der Oskar Kämmer Schule geht davon aus, dass noch vier Jahre vergehen werden, bis der Park vollständig ist. Dann sollen, so die derzeitige Planung, 120 Gebäude zu sehen sein.

Zur Eröffnung der zweiten Saison werden neben den schon bekannten auch neue Modelle präsentiert. Nachdem z. B. die Seilbahn von Thale bereits 2009 installiert wurde, gesellt sich jetzt der dortige Sessellift hinzu. In der nächsten Woche soll das Josephskreuz aufgestellt werden, ein beliebtes Wanderziel bei Stolberg.

" 60 Sehenswürdigkeiten zeigen wir ab Anfang Mai ", sagt Bürgerpark-Geschäftsführerin Marlies Ameling. Dazu zählt u. a. auch der Brocken, der eine Fläche von etwa 40 Quadratmeter einnimmt. Neben Sender, Museum und Hotel werden der Brockenbahnhof sowie die Gleisanlage rund um den höchsten Harzgipfel dargestellt.

Für 2011 ist die Montage des Pumpspeicherwerkes Wendefurth geplant. " Dies darzustellen, nimmt viel Zeit in Anspruch ", prognostiziert Uwe Hildebrandt. Marlies Ameling kündigt die Bildung eines Beirats an, dem auch Kulturhistoriker angehören werden. Dieses Gremium soll entscheiden, was noch als Miniatur gefertigt wird. Laut Geschäftsführerin sollen wohl mehr noch als bisher Sehenswürdigkeiten des Westharzes Beachtung finden.