Wernigerode. Der Mieterverein Wernigerode und Umgebung schreibt wieder schwarze Zahlen. Diese positive Nachricht durfte Marion Heim bei der Hauptversammlung am Freitag vor gut 30 Mitgliedern in der Ratswaage verkünden.

Die fi nanziellen Turbulenzen der Vergangenheit ( wir berichten ), so die Vorsitzende, konnten durch äußerste Sparsamkeit bereinigt werden. Für 2009 und das laufende Jahr bescheinigte sie dem Vorstand " konzentrierte Arbeit und ein großes Engagement bei der Durchsetzung der Interessen der Mieter ". Die derzeit geltenden gesetzlichen Regelungen haben zudem spürbar zu Verbesserungen für die Betroffenen beigetragen. Marion Heim : " Die Rechtsberatung bleibt Schwerpunkt und wird sehr gut genutzt. " 2009 gab es 515 solcher Gespräche in Wernigerode und 273 im Quedlinburger Büro. In diesem Jahr suchten bislang 241 Mieter hier und 98 in der Nachbarstadt den Kontakt. Die Vereinschefi n : " Betriebs- und Heizkosten waren bei fast jeder dritten Beratung das Thema. "

Erfolgreich geführt werden konnten zudem Auseinandersetzungen vor Gericht. Insgesamt 53 000 Euro wurden dort im Berichtszeitraum erstritten.

Sorgen bereitet unterdessen die schlechte Zahlungsmoral mancher Beitragspfl ichtigen. Allein im vergangenen Jahr mussten deshalb 13 Säumige ausgeschlossen werden.

Aktuell hat der Mieterverein laut seiner Vorsitzenden 919 Mitglieder. 2009 wurden 164 Austritte aus den verschiedensten Gründen registriert. Marion Heim : " Von Januar bis jetzt sind 50 Neue hinzugekommen. " Erfreulich ist dabei die Tatsache, dass sich unter ihnen etliche Jüngere befi nden.

" Der Verein steht im Moment auf einem sicheren fi nanziellen Fundament ", konnte auch Gerlinde Jebauer einschätzen. Nach Angaben der Schatzmeisterin wurden Verbindlichkeiten wie u. a. 3600 Euro bei der Knappschaft abgetragen. Einsparungen gab es bei Briefporto und Telefonkosten. Als Problem nannte Gerlinde Jebauer ebenfalls die Außenstände bei Mitgliedsbeiträgen. Diese liegen momentan bei 12 700 Euro.

Eine Aussprache zu den Berichten wurde nicht gewünscht und dem Vorstand einstimmig Entlastung erteilt. Marion Heim versprach in dessen Namen, die Öffentlichkeitsarbeit künftig spürbar zu verbessern.