Zu einem Tag der Begegnung hatten am Sonnabend die St. Johannisgemeinde, der Internationale Bund und die Stadtjugendpflege Wernigerode in das Center eingeladen. Alle drei Vereinigungen sind im Stadtfeld engagiert und haben ihre Kräfte dafür in einem Projekt unter dem Titel " Gemeinsam Stark " gebündelt.

Wernigerode. Die Kinder und Jugendlichen aus dem Stadtfeld stellen sich ihr Wohngebiet vor allem bunt vor. Ein farbenfrohes Modell davon war am Sonnabendnachmittag im Foyer des Centers zu besichtigen.

Barbara Cöster ( St. Johannisgemeinde ), Jana Buchhorn ( Internationaler Bund ) sowie Katrin Pook, Mario Schmidt und Theo Drescher ( Stadtjugendpflege ) hatten erstmals zu einem generationsübergreifenden Tag der Begegnung eingeladen. Seit Oktober 2009 bieten die drei im Projekt " Gemeinsam Stark " vereinten Partner dort bereits wöchentlich einen Kooperationstag an. Dabei gibt es verschiedene kreative Angebote und Fortbildungen zum Thema Stadtfeld mit dem Schwerpunkt interkulturelles und -religiöses Miteinander.

" Dass wir alle mal was gemeinsam unternehmen und uns auf einem Fleck bewegen, das war unser Ziel ", beschrieb Barbara Cöster das Anliegen der Ausrichter für den Begegnungstag. Zugleich konnte die Chefi n des Bauwagenprojekts der evangelischen St. Johannisgemeinde konstatieren : " Das haben wir erreicht. "

Gleich zu Beginn des Festes strömten tatsächlich neben den jungen Stammgästen des Centers auch etliche ältere Bewohner des Stadtfelds herbei. Einige von ihnen ließen sich nicht lange bitten und nahmen zum Trommelworkshop mit dem Halberstädter Axel Graf Platz. Später am Nachmittag zeigte dann auch noch die Tanzgruppe aus dem Familienund Seniorenhaus Steingrube 8 ihr beim jahrzehntelangen Üben erlangtes Können. Zu Musik übrigens, die nicht gerade als klassisch bezeichnet werden konnte.

Ob beim Jonglieren, einem Hockey-Turnier, interkulturellen Spielen, Basteleien oder an der Fruchtoase : An diesem Nachmittag ergaben sich zahlreiche Gelegenheiten, Gemeinsamkeiten zu finden und Gegensätze zu überwinden. So wie es der Anspruch der drei im Stadtfeld engagierten Partner ist. Besonderes Augenmerk wird dabei auf eine Verbesserung in den Bereichen Integration, Einzelfallhilfe und Familienarbeit gelegt. Zugleich sollen Fremdenfeindlichkeit, Vorurteile und die Diskriminierung zwischen den unterschiedlichen sozialen Gruppierungen abgebaut werden.

Unter die Besucher mischte sich auch Peter Gaffert. Wernigerodes Oberbürgermeister zeigte sich ebenso wie die zufällig zeitgleich anwesende CDULandtagsabgeordnete Angela Gorr beeindruckt von dem Gesehenen. Beide waren sich einig darin, dass jeder Euro für die Kinder- und Jugendarbeit in der Stadt und ihren fünf Ortsteilen sehr gut angelegt ist.

Obwohl die Förderung für " Gemeinsam Stark " zeitlich begrenzt ist, sind die Initiatoren entschlossen, zusammen weitere größere Aktionen zu organisieren. So soll unter dem Motto " Vielfalt der Religionen und des sozialen Miteinanders " das Jubiläum zehn Jahre Bauwagen-Projekt gefeiert werden. Im Rahmen der interkulturellen Woche beim Internationalen Bund wird es außerdem ein weiteres " Fest der Begegnung " geben.

" Lassen Sie sich überraschen und auf was ein ", hatte Barbara Cöster für die Veranstaltung im Center geworben. Am Sonnabend dürfte das gelungen sein und sich gelohnt haben.