Silstedt. Der Müll ist weggeräumt, die Feuerstelle mit frischer Erde bedeckt. Zwei Wochen nach dem Osterfeuer erinnert auf der Wiese am Silstedter Ortsrand fast nichts mehr an die Feierlichkeiten. " Wir hatten vom Ordnungsamt die Auflage, den Festplatz wieder in Ordnung zu bringen ", so Bürgermeister Karl-Heinz Mänz bei der jüngsten Gemeinderatssitzung. " Und das haben wir auch getan. "

Er selbst sei über die Feiertage in Mecklenburg gewesen, habe aber an Silstedt gedacht. " Die Vorbereitungen auf das Osterfeuer sind gut gelaufen ", resümierte Ratsmitglied Reinhald Deter. Die Zelte seien noch in der Nacht abgebaut, Müll und liegengebliebene Flaschen am nächsten Morgen von den Mitgliedern des Silstedter Spielmannszuges
aufgesammelt worden.

Deshalb richtete Reinhald Deter als Vize-Ortschef ein großes Dankeschön an den Spielmannszug, der die Festlichkeiten organisiert hatte.

Schade sei gewesen, kritisierte Jacqueline Kohlmann-Schäfer, " dass einige Silstedter sich nicht daran gehalten haben, das Holz für das Feuer erst an Gründonnerstag anzufahren ". So hätte nicht kontrolliert werden können, was überhaupt angeliefert wurde. Nicht gut sei gewesen, dass die Autos dabei kreuz und quer über die Wiese gefahren sind. " Das müssen wir im nächsten Jahr besser organisieren ", so Deter.

" Das größte Problem sitzt unterm Brocken "

Ein weiterer Punkt auf der Tagesordnung waren die Erhöhung der Straßenausbaubeiträge, über die in der nächsten Stadtratssitzung entschieden werden soll. Silstedt sei nicht unmittelbar davon betroffen, erläuterte Thomas Mendritzki vom städtischen Baumamt. " Aber mittelbar. Aktuell geht es nur um die einmaligen Ausbaubeiträge. " In Silstedt dagegen werde das System der wiederkehrenden Beitragssätze angewandt. " Aber auch Ihre Mischbeiträge werden später im Jahr angeglichen ", so Mendritzki. Wegen der knappen Haushaltslage werden derzeit im Rathaus alle Satzungen überprüft. " Dabei wurde festgestellt, dass die Straßenausbaubeiträge – verglichen mit anderen Städten – auf einem sehr niedrigen Niveau liegen ", erklärte er die geplanten Erhöhungen.

" Ich sage nein dazu ", meldete sich Karl-Heinz Mänz zu Wort. Er könne nicht anders, habe er doch eine Verantwortung gegenüber den Silstedtern. " Wenn in der Stadt das Geld nicht reicht, heißt es immer wieder : Eigentum verpfl ichtet, erhöhen wir einfach die Beiträge. " Natürlich wisse er, wie es um den städtischen Haushalt stehe. " Der macht uns ordentlich Probleme. Wir wissen nicht, was noch auf uns zukommt. " Und das größte Problem, so Mänz, " sitzt unterm Brocken ". Mit drei zu zwei Stimmen sprach sich der Gemeinderat schließlich gegen eine Empfehlung der Vorlage für den Stadtrat aus.