Der Abwasserverband Holtemme ist auf dem richtigen Weg. Das bescheinigte gestern in Wernigerode Sachsen-Anhalts Umweltminister Dr. Hermann Onko Aeikens der Verbandsspitze und ermutigte sie, die Kooperation mit dem Oberharzer Verband weiter so zielstrebig fortzusetzen.

Silstedt. " Gute Leistung soll sich auszahlen ", sagte Hermann Onko Aikens gestern bei seinem Termin im Wernigeröder Ortsteil Silstedt. Im Verwaltungsgebäude der Kläranlage des Abwasserverbandes Holtemme überreichte Sachsen-Anhalts Umweltminister einen Fördergeldbescheid über 267 500 Euro. Das Geld aus dem EU-Programm für die Entwicklung des ländlichen Raums wird für den Bau der Schmutzwasserleitung in Derenburg verwendet. Die Gesamtinvestition beträgt 511 500 Euro und beinhaltet einen 1, 5 Kilometer langen Freigeländekanal für 25 Hausanschlüsse. " So wird es demnächst möglich sein, das anfallende Schmutzwasser dieser Grundstücke zur Verbandskläranlage nach Silstedt überzuleiten ", informierte Holtemme-Geschäftsführer Nikolai Witte. Er und auch der Verbandsversammlungsvorsitzende, Wernigerodes Oberbürgermeister Peter Gaffert, sahen sich durch die lobenden Worte des Ministers in ihrer bisherigen Arbeit bestätigt.

Beispielsweise konnten die Gebühren seit Inbetriebnahme der Anlage vor 16 Jahren schon dreimal gesenkt werden. Mit Einleitprogrammen für Betriebe zur Vorbehandlung ihrer Abwässer sei die Qualität des von der Anlage in Silstedt in die Holtemme geleiteten Wassers erheblich verbessert worden. Witte : " Der benachbarte Verband in Halberstadt hat Interesse an unserem Konzept signalisiert. " Gaffert ergänzte : " Die Stadtverwaltung selbst hat mit der Übertragung der Straßenablaufreinigung an den Verband nur gute Erfahrungen gemacht. " Gleiches bestätigte Andreas Flügel, Bürgermeister und Vorsitzender des Wasserund Abwasserzweckverbandes Oberharz. Mit diesem Verband unterhält " Holtemme " seit 2006 eine Vereinbarung über dessen technische und kaufmännische Betriebsführung. Für 2011 ist die Fusion beider Verbände geplant, die Aeikens besonders begrüße. " Solche verbesserten Strukturen machen nur Sinn. " Deshalb, versicherte der Minister, " wird es nicht der letzte Fördergeldbescheid gewesen sein. " Die bereits gestellten Anträge für Investitionen in Veckenstedt, Langeln und Wasserleben hätten gute Chancen auf eine Genehmigung.

Gleiches hoffe Peter Gaffert auch für das Bauvorhaben bei der Erschließung des neuen Gewerbegebietes an der Schmatzfelder Straße. Insgesamt wolle der Verband, der für die Abwasserbeseitigung von rund 54 000 Einwohnern zuständig ist, in diesem Jahr etwa 8 Millionen Euro investieren. Dazu gehöre auch die Sanierung von Abwasserleitungen in Wernigerode. Nikolai Witte : " Und zwar vorrangig dort, wo ‘ gekreiselt ‘ wird, wie gegenwärtig in der Halberstädter Straße. " Übrigens