Sie ist eine jener deutschdeutschen Freundschaften, die die Wende-Euphorie überstanden hat : die Partnerschaft der Orte Wienrode und Adersheim. Am 12. Juni soll das 20-Jährige würdig gefeiert werden.

Wienrode. Aus ersten rein privaten Kontakten kurz nach der Wende ist zwischen den Orten Adersheim bei Wolfenbüttel und Wienrode schnell eine echte Partnerschaft entstanden, die bis heute anhält. Regelmäßig gibt es Telefonate zwischen den Bürgermeistern Arnim Taxweiler und Ulf Voigt, aber auch Treffen der Ortschaftsräte. Alljählicher Höhepunkt ist das Partnerschaftsfest, das abwechselnd im Niedersächsischen und im Ostharz begangen wird.

Am 12. Juni steht dieses Fest ganz im Zeichen des 20-jährigen Partnerschafts-Jubiläums. Allerdings drücken die Wienröder einige Sorgen, wie Bürgermeister Ulf Voigt seinen niedersächsischen Gästen beim Vorbereitungstreffen am vergangenen Sonnabend mitteilen musste. Noch hätten aufgrund des fehlenden Haushalts keine Verträge abgeschlossen werden können – weder für einen Spielmannszug, noch für die geplante Hüpfburg.

Dies, so Voigt, sei eine der negativen Auswirkungen der Eingemeindung, die sein Ort jetzt zu spüren bekomme. Arnim Taxweiler, Bürgermeister von Adersheim, meinte daraufhin, dass sich dies noch einspielen werde. " Ihr müsst nur aufpassen, dass nicht alles in die Kernstadt fließt ", sagte er. Die sechs Sitze der Wählervereinigung im Stadtrat, zu der auch die Wienröder gehören, seien eine gute Voraussetzung, zumindest mitreden zu können. Allerdings verwies er auf seinen Verfügungsfonds als Ortsbürgermeister, mit dem er zum Beispiel solche Partnerschaftsfeste, aber auch Jubiläen selbst bezahlen könne, ohne den Wolfenbütteler Bürgermeister zu fragen.