Wernigerode ( ru / is ). Udo Waskewitz, Fischhändler auf dem Wochenmarkt, hat ein Problem. Wie der Elbingeröder der Harzer Volksstimme mitteilte, sei ihm von der Wernigeröder Stadtverwaltung kürzlich mitgeteilt worden, dass der Wochenmarkt am 2. Juli auf den Nicolaiplatz verlegt wird. " Das ist nicht ungewöhnlich ", so Waskewitz, wohl wissend, dass an diesem Freitag die Neustadter Weintage vor dem Rathaus stattfinden. Sein Gemüt erregt vielmehr der Zusatz : Sollte Deutschland das WM-Viertelfinale erreichen, fällt der Wochenmarkt ganz aus !

Für Waskewitz im Klartext : Damit auf den Nico auf Initiative Wernigeröder Gastronomen auf Großbildleinwand am Abend Fußball live geguckt werden kann, werden bis zu 14 Markthändler, die zur Sendezeit – gegen 20.30 Uhr – längst verschwunden wären, " einfach mal so ausgelanden ".

Der Selbständige wolle nicht missverstanden werden, er habe nichts gegen die Fußballveranstaltung. Aber von den Verantwortlichen im Rathaus hätte er erwart, dass sie sich im Vorfeld einer solch gravierenden Entscheidung mit allen Betroffenen an einen Tisch setzen, um eine einvernehmliche Lösung zu finden. " Für Fußball und Wochenmarkt. "

Volksstimme hakte bei den Organisatoren nach. " Noch ist ja offen, ob Deutschland das Viertelfinale erreicht ", sagt Michael Wiecker. " Ob unser Team dann am Freitag, 2. Juli, oder am Sonnabend spielt, hängt davon ab, ob es Gruppenerster oder -zweiter wird. " Dennoch, bekräftigten Wiecker und auch sein Partner Jörg Wieland, " ist es wichtig, dass das Ordnungsamt für den 2. Juli eine Lösung findet, so dass das Markttreiben nicht ausfallen muss. "

Dies werde versucht, versicherte Rathaus-Pressesprecher Andreas Meling gegenüber der Volksstimme. " Wir haben uns mit den Händlern in Verbindung gesetzt und Ausweichorte vorgeschlagen ", so Meling. Ob nun Obst und Gemüse sowie Wurst und Backwaren auf dem Kohlmarkt oder Neuen Markt verkauft werden, " entscheiden wir zusammen mit den Händlern. Auf jeden Fall wird es eine Einigung geben. "

Gute Nachrichten für Fischverkäufer Udo Waskewitz : " Das wäre ja fantastisch. "