" Wir haben so viel gelacht, es war ein wunderbarer Abend ", so die einhellige Meinung über ein Treffen, bei dem wir mit Freunden zusammensaßen und gespielt haben. Wirklich : Lachen ist eine der schönsten Gaben Gottes an uns Menschen. Sprichwörter unterstreichen das : Wer andere zum Lachen bringt, schließt ihnen den Himmel auf. Lachen ist der Gesang der Seele.

Und Lachen ist gesund - das ist inzwischen eine Allerweltsweisheit.

Man hat genau ergründet, was beim Lachen passiert. Sämtliche Gesichtsmuskeln werden bewegt, der Bauch wird gestrafft und der Brustraum geweitet, die Sauerstoffzufuhr ins Gehirn wird gesteigert und der Blutdruck positiv beeinflusst. Man hat entdeckt, dass Patienten schneller genesen, wenn sie regelmäßig lachen. Deshalb wurden die " Medi-Clowns " erfunden. Menschen aus ganz unterschiedlichen Berufen haben sich die Fähigkeit zum Clownspiel erarbeitet und gehen ehrenamtlich auf die Kinderstationen in Krankenhäusern, um mit ihren Späßen die Kinder vom Klinikalltag abzulenken und ihnen so beim Kampf gegen die Krankheit zu helfen.

Etwas Besonderes hat sich auch der indische Arzt Dr. Madan Kataria einfallen lassen. Er hatte ebenfalls die Heilkraft des Lachens entdeckt und wollte sie für möglichst viele Menschen erfahrbar machen. So gründete er einen " Lachclub " in Bombay und fand schnell Nachahmer. Die Idee setzte sich weltweit durch. Ein " Lachclub " wäre toll, gibt es aber in unserem Umfeld nicht. Doch wer hindert uns, öfter Gäste einzuladen, mit ihnen zusammenzusitzen, zu spielen und dabei herzhaft zu lachen. Vielleicht bestätigen wir anschließend den Slogan der Lachclubs : " Wir lachen nicht, weil wir glücklich sind - wir sind glücklich, weil wir lachen ".

Vor zwölf Jahren wurde auf dem Hintergrund der heilsamen Wirkung des Lachens der erste " Weltlachtag " ausgerufen. Er wurde auf den ersten Sonntag im Mai, in diesem Jahr also auf den 2. Mai datiert und will nichts Geringeres, als einen Beitrag zum Weltfrieden leisten. Er erinnert daran, dass Frieden unter den Menschen durch Lachen und Heiterkeit ganz einfach sein kann. Denn das Lachen ist der kürzeste Weg zwischen den Menschen.

" Pummerer, in morgendlich heiterer Ruh, lacht seinem Nachbarn Mommer zu.

Dieser, durch das Lachen ebenfalls heiter, gab es an den Straßenbahnschaffner weiter, dieser an Schwester Elke vom Kinderhort, diese an die Toilettenfrau - und so fort.

So kam es schließlich irgendwann abends gegen sechs Uhr am Schillerplatz an bei einem im Augenblick traurig-tristen, durch das Lachen doch erheiterten Polizisten, so dass er, als Pummerer den Verkehr blockierte, den Verstoß nur mit einem Lächeln quittierte " ( Otto Heinrich Kühner ).