Nach fast 20 Jahren sind die Informationstafeln an 50 historisch wertvollen Gebäuden in Wernigerode ausgetauscht worden. Modern erscheinen jetzt die Schilder, von denen zwölf noch einen ganz besonderen, ja weltlichen Service bieten. Das Wissenswerte kann per Handy abgerufen werden.

Wernigerode. Aufmerksame Beobachter haben es mit Sicherheit bemerkt. Die Informationstafeln an historisch wertvollen Gebäuden haben ein neues modernes Erscheinungsbild. Nach fast 20 Jahren sind sie gegen die alten Tafeln ausgetauscht worden. " Jetzt stimmt nicht nur die Qualität, sondern auch eine andere Form der Befestigung schützt die Fassaden ", so Erdmute Clemens, Chefin der Tourismus GmbH Wernigerode. Gemeinsam mit der Stadtverwaltung sei die Modernisierung realisiert worden.

Damit nicht genug, zwölf der 50 Schilder bieten einen " weltlichen " Service für Touristen. Was nämlich in Weltmetropolen längst zum Standard gehört, gibt es in der 34 000 Einwohner zählenden Harzstadt auch : den Phoneguide, auch Handy-Reiseführer genannt. Die Rede ist von dem Hinweis auf den Tafeln, sich per Telefon über die Sehenswürdigkeit zu informieren, in deutscher und englischer Sprache, stets über zwei Minuten lang. Dafür ist auch ein entsprechender Flyer in der Touristinformation erhältlich, der übrigens auch auf der anstehenden Internationalen Tourismusmesse in Berlin präsentiert wird.

Erdmute Clemens und ihre Mitarbeiter hoffen, dass diese Neuerung ebenso gut ankommt, wie bislang. Rund 500 Besucher haben sich telefonisch informiert, am meistens freitags und sonnabends sowie in deutscher Sprache ( 82 Prozent ). Erdmute Clemens : " Es gibt auch eine Hit-Liste. " An erster Stelle stehe das Rathaus, gefolgt von der Krell ‘ schen Schmiede anno 1678, dem Kleinsten Haus und " Café Wien ". Mit dem Telefonzeichen ( kleines Foto ) ausgestattet sind außerdem : Johannis- und Sylvestrikirche, Krummelsches Haus, Nicolaiplatz, Westerntorturm, Haus Gadenstedt und Oberpfarrkirchhof sowie Schiefes Haus.

Trotz modernem weltlichen Service, die tüchtige Stadtführergilde muss nicht um ihre Zukunft fürchten. Ihre Rundgänge sind nach wie vor gefragt. " Sie sind unterhaltsamer und bieten weit mehr, als die sachliche Information per Telefon ", weiß Wernigerodes Tourismuschefin.