Hasselfelde. Auf ein erfolgreiches Jahr 2009 durften am Freitagabend die Mitglieder des Harzer Köhlervereins zurückblicken. Von den knapp hundert Aktivisten hatten auf Einladung des Vorstandes mehr als 50 den Weg nach Hasselfelde gefunden. " Das ist der harte Kern ", sagte ein Vorstandsmitglied während seiner Begrüßungsrede.

Im abgelaufenen Jahr haben wieder Meiler im Harz geraucht, freute sich Köhler-Präsident Peter Feldmer in seiner Rückschau. Damit hätten Vereinsmitglieder das alte, in Deutschland fast ausgestorbene Handwerk über die Grenzen des heimischen Mittelgebirges wieder bekannt werden lassen. Feldmer listete unter anderem auf : Neustadt, Herrmannsacker, Colbitz, Letzlingen, Liebenberg, Braunlage und den Fläming. An den Orten seien Meiler aufgeschichtet und entzündet worden. Wie auch in einem Freilandmuseum bei Hamburg und bei Paderborn. In der Großstadt der Region Ostwestfalen-Lippe hätten Vereinsmitglieder ein kleines Köhlerfest organisiert. Besucht worden sei dies ebenfalls vom dortigen Erzbischof Hans-Josef Becker, der sich nicht nur von dem alten Handwerk begeistert gezeigt habe, sondern auch zugesagt habe, im September den Harz zu erkunden.

Ebenfalls in den Bann der Köhlerei sei Graf zu Solms gezogen worden, erklärte Peter Feldmer. Der Adlige habe während des ersten Laubacher Köhlerfestes im Oktober 2009 seine Mitgliedschaft im Köhlerverein erklärt.

Weiterer Höhepunkt der Harzer Köhler seien das Köhlerfest rund um das Stemberghaus gewesen. Während des Spektakels hätten 25 Raummeter Holz zu 2, 03 Tonnen Holzkohle verarbeitet werden können. Und " das wurde alles verkauft ", zeigte sich der Köhlerpräsident begeistert. Weiter führt Feldmer das siebte europäische Köhlertreffen in Rostock-Wiethagen an. Er kritisierte, dass dort die Öffentlichkeit so gut wie ausgeschlossen worden sei : " Die Bevölkerung war nicht dabei. " Feldmer : " Dabei wollen wir Köhler aus der Dunkelheit heraus. " Als weiteren Meilenstein 2009 listete er die Jubiläumsveranstaltung des Vereins im Oktober auf.

Für das laufende Jahr waren die Höhepunkte schnell gefunden. Der Vorsitzende führte unter anderem das nahende europäische Köhlerfest in Südtirol an. Der Extrembergsteiger und Abenteurer Reinhold Messner wolle die Schirmherrschaft für diese Veranstaltung übernehmen.

Ebenfalls würden wieder an unterschiedlichen Orten Meiler brennen. Darunter seien das Liebenberger Köhlerfest zu Pfingsten, die Holztage im Freilandmuseum bei Hamburg, eine Aktion in der nordrhein-westfälischen Hügellandschaft Haard und selbstverständlich das 18. Köhlerfest am Stemberghaus, vom 31. Juli bis 1. August.

Die Versammlung nutzten Immo und Peter Feldmer zudem, um den Vereinsmitgliedern die neu konzipierte Erlebnisreise mit dem Titel " Zwischen Kohlenstaub und Grubenlampe " zu präsentieren.