Der Hilfstransport zu Ostern ist gestern nach Rumänien gestartet. Es ist der 17. dieser Art, mit denen viele Einwohner im Harzkreis den Kindern und notleidenden Familien in Siebenbürgen erneut mehr als nur eine große Freude bereiten.

Stapelburg / Wernigerode. Eine Horde Kinder zieht mit drei schwerbeladenen Bollerwagen vor das Haus in der Grefenstraße in Stapelburg. Dort sind ein Dutzend Frauen und Männer emsig dabei, den großen Lkw zu beladen. Sorgfältig werden die Kartons auf der Ladefläche gestapelt, am Ende sind es 18 Tonnen. " Passt denn unsers auch noch drauf ?" Die Frage des Kindergartenknirpses wird kurz mit " Na, klar !" beantwortet.

Susanne Knappe vom Verein " Kinderhilfe für Siebenbürgen " nimmt sich Zeit und hört interessiert zu, was die Tagesstättenleiterin Cosima Ramke berichtet. Sie habe den Kindern von der Arbeit des Hilfsvereins erzählt, auch den Brief von Jenny Rasche, die in Rumänien das Projekt leitet, vorgelesen. " Spontan waren die Kleinen, ihre Eltern und alle Erzieherinnen bereit, den Notleidenden in Sura Mare zu helfen. " Viele Kinder hätten sich sogar von ihrem Lieblingsspielzeug getrennt. " Ja, sie haben doch nichts, da ist alles kaputt ", ruft ein Junge dazwischen. Er verschenke deshalb gern seine Holzeisenbahn, mit der Bitte an Susanne Knappe : " Sag, das bringt dir der Osterhase. "

Susanne Knappe wird den Hilfstransport begleiten, bei der Verteilung der Spenden in Siebenbürgen helfen. " Es ist toll, dass wieder so viele geholfen haben ", so Hilmar Rasche, Vorsitzender des Vereins. Ein ganz herzliches Dankeschön und Grüße solle er von seiner Tochter Jenny ausrichten. " Dank der Unterstützung von so vielen Menschen hier im Harz ist es gelungen, dass die 21 hungrigen Kinder weiter in dem Hort des Hilfsvereins betreut und vor allem mit einem warmen Mittagessen versorgt werden können.