Seit 20 Jahren sind die Mitglieder der Harzklub-Zweigvereine Wernigerode und Goslar miteinander freundschaftlich verbunden. Mit einer festlichen Veranstaltung auf dem Armeleuteberg bekräftigten Abordnungen beider Vereine diese Freundschaft und besprachen gemeinsame neue Vorhaben.

Wernigerode. In Erinnerungen wurde geschwelgt, aber auch über neue Vorhaben gesprochen, als sich am Sonntag auf dem Armeleuteberg 23 Goslarer und 32 Wernigeröder Harzklubmitglieder zu einer gemeinsamen Feier trafen. Anlass war die Unterzeichnung der Partnerschaftsvereinbarung Anfang 1990.

Vor 20 Jahren war nicht nur ein Stück Papier beschrieben worden. Damals wurde eine bis heute andauernde Vereinsfreundschaft begründet. Gemeinsame Veranstaltungen, persönliche Freundschaften, aber auch öffentliche Aktionen sind Belege dieses herzlichen Miteinanders. Wie dauerhaft diese Freundschaft ist, belegt unter anderem die Goslarer Bank oberhalb des Zwölfmorgentals. Sie war vor 20 Jahren aufgestellt worden, vor 10 Jahren wurde sie das erste Mal erneuert und kürzlich wieder.

Während der gemeinsamen Feier wurde viel gefachsimpelt. Wanderwart Dieter Runge, der von Anfang an diese Freundschaft mit gefördert hatte, erinnerte, dass es auch jetzt noch jährlich fünf gemeinsame Wanderungen sowie Mehrtagesfahrten gibt. Viele persönliche Freundschaften hätten sich entwickelt. Selbstverständlich ist es, dass Einzelwanderer an jenen Touren teilnehmen, die der Partnerverein ausrichtet. Auch wenn sich einige Protagonisten der Vereinsfreundschaft aus Alters- und Gesundheitsgründen nicht mehr an den Touren beteiligen könnten, blieben doch die schönen Erinnerungen, stellten Thomas Kark, Goslars Vereinschef, und Volker Friedrich, Harzklub-Zweigvereinsvorsitzender aus Wernigerode, übereinstimmend fest. Beide Vereine hätten sich als kompetente Ansprechpartner in Sachen Tourismus auch wegen ihrer Ortskenntnis einen Namen gemacht. Dieses Wissen werde immer mehr von Hotels und Institutionen zur Betreuung derer Gäste genutzt. Großer Wert werde auf die Ausund Weiterbildung von Wanderführern gelegt, wurde anerkennend gewürdigt.

Lob für Weiterbildung

Mehrmals erklangen Bravo-Rufe, als die von Ellen Schrader geleitete Wernigeröder Sing- und Spielgemeinschaft, die Teil des hiesigen Harzklub-Zweigvereins ist, musikalisch die Feier umrahmte und damit ein weiteres Anliegen der Harzfreunde deutlich machte, die Pflege des Harzer Brauchtums. Besondere Anerkennung erntete Gerd Hobe, der das Birkenblattblasen meisterlich demonstrierte, während Birgit Schmidt-Linde für ihr gekonntes Jodeln und Kalle Leers als Jagdhornbläser mit viel Beifall gefeiert wurden.