Wernigerode ( is ). Parkgebühren auch am Sonntag kassieren ? Ja, wenn es nach der Wernigeröder Verwaltung geht. Denn mit den Mehreinnahmen könnte der arg gebeutelte städtische Haushalt entlastet werden ( wir berichteten ). Am Donnerstag entscheidet der Stadtrat über diese umstrittene Frage.

Auch die Leser der Harzer Volksstimme diskutieren mit : " Eine Erhöhung der Parkgebühr wird den Wettbewerb mit den Einkaufszentren am Stadtrand weiter zu Lasten der kleinen und mittelständischen Betriebe in der Innenstadt verschärfen ", schreibt Albert Alten aus Wernigerode. Diese Erhöhungen würden auch einen Rückgang von Besuchern und Kunden in der Altstadt bedeuten, weil das Parken mal wieder teurer wird. " Auf die Idee, das Parken in den stadtnahen Parkzonen gegen den Trend preiswerter zu gestalten, um mehr Kunden und Besucher in das Zentrum zu bekommen, ist noch kein Kommunalpolitiker gekommen ", so unser Leser weiter. Die Notwendigkeit der Haushaltssanierung sollte nicht über teure Parkgebühren, sondern vielmehr über Einsparungen und Strukturreformen in der Verwaltung erfolgen. " Hier hat die Stadt noch jede Menge Sparpotenzial. " Die Erhöhung der Abgaben, seien es Kanal-, Müll-, Abwassergebühren und im Speziellen der Parkgebühren, zum Stopfen von Budgetlöchern sei der Weg des geringsten Widerstandes auf dem Rücken der Autofahrer und Gäste dieser Stadt.

Bei Radfahrern kassieren

Das sieht Volksstimme-Leserin Heike Bärecke genauso. " Die Stadt macht einen Riesenfehler. Man sollte Sonn- und Feiertage so belassen, wie sie jetzt sind, ansonsten läuft die Stadt Gefahr, ihre Touristen und Urlauber zu verlieren. " Um wieder Geld in die Kasse zu bekommen, sollten Fahrradfahrer in der Fußgängerzone, die dort nach 10 Uhr noch fahren, mit 5 Euro belangt und nicht erst verwarnt werden, schlägt die Wernigeröderin vor. " Die 5 Euro werden ihnen weh tun, und sie werden sich überlegen, ob sie weiter dort fahren. Wenn doch, sind es beim nächsten Mal 10 Euro. Die Personalien sollten aufgeschrieben werden. Vielleicht denkt die Stadt mal darüber nach und stellt einige Leute dafür ab. "