Wernigerode ( mr ). Die Galerie im Ersten Stock war am Donnerstag nahezu voll besetzt. Grund für das große Interesse war die Eröffnung der Ausstellung " Skulptur und Papier " und der Besuch des Künstlerehepaars Volkmar Kühn und Marita Kühn-Leihbecher.

Fast eine Stunde berichtete der Bildhauer über seinen Werdegang und seine Skulpturen, die bei der Ausstellung besichtigt werden können. Seine menschlichen Bronzefiguren waren mit ihren schlaksigen, unförmigen Körpern teils alleine, teils in Gruppen auf Sockel aufgestellt. Sie trugen Titel wie " Die letzte Trophäe " oder " Eigenartiges Spiel ". Einige waren gemeinsam mit Tieren dargestellt. Das Verhältnis zwischen Mensch und Tier sei für den in Königsee geborenen Bildhauer besonders wichtig bei seiner Arbeit. " Für mich ist ein Pferd eben nicht nur ein Pferd, sondern ein Lebewesen mit Gefühlen, wie wir sie haben ", so Kühn. Im Gespräch mit Dr. Martina Tschäpe verriet er außerdem, dass es schön für ihn sei, wenn Menschen versuchen würden, seine Kunst zu verstehen. " Einmal hat mir jemand gesagt, dass alle meine Figuren ein leichtes Lächeln auf den Lippen haben. Um so etwas zu sehen, muss man die kleinen Statuen schon genau anschauen. "

Am Ende der Gesprächsrunde waren nicht nur die Zuschauer, sondern auch das Künstler-Ehepaar angetan von dem runden Abend. " Wir sind positiv überrascht und beeindruckt von dem Engagement und Interesse der Wernigeröder an der Kunst ", fasste Marita Kühn-Leihbecher zusammen. " Für uns war es ein sehr schöner Abend. "