Weit über 600 Unterschriften wurden innerhalb weniger Wochen in und um Wasserleben gesammelt. Die Aktion zielt auf die umgehende Sanierung der Straße bis zur Kreuzung nach Schmatzfeld / Langeln. Der zwei Kilometer lange Abschnitt gilt nicht nur als besonders desolat und gefährlich. Er wurde offensichtlich auch jahrelang vernachlässigt. Der Kreisverwaltung hat die geplante Sanierung auf frühestens 2014 verschoben.

Wasserleben. Befragt man die Anwohner in Wasserleben nach dem Straßenzustand der Kreisstraße 1331, fällt nicht überraschend oft der Begriff der " Katastrophe ". Verlangten die zwei Kilometer den Stoßdämpfern bis jetzt schon alles ab, hat sich dieser Winter noch einmal besonders tief in den ohnehin reichlichen Löchern " verewigt ". Wer die Straße nicht " durchgeschüttelt " passieren will, muss zwangsläufig Slalom fahren. Bei diesen abrupten Ausweichmanövern kommen sich nicht nur Lkw und Busse immer wieder gefährlich nahe. Hinzu kommt, dass wegen der Veckenstedter Brückensperrung der Verkehr auf der K 1331 enorm zugenommen hat.

Frank Hopstock aus der Wernigeröder Straße ist nur einer der zutiefst frustrierten Anwohner, der diese " Hoppelpiste " mangels Alternativen regelmäßig nutzen muss. Klar hat auch er auf den ellenlangen Unterschriftenlisten seinen Namen hinterlassen.

" Straßensanierung der K 1331 erst nach 2014 / 2015 "

Wie Herbert Hübe, der Amtsleiter für Kreisstraßen bei der Kreisverwaltung, auf Nachfrage mitteilt, ist an den erhofften kurzfristigen Ausbau aber nicht zu denken. " Die Oberflächenbeschaffenheit ist zwar wellig, aber nicht gravierend verkehrsgefährdend ", begründet er. Die durch den strengen Winter verursachten " Abplatzungen im Randbereich " würden durch Ausflicken bei Plusgraden kurzfristig beseitigt.

Im Übrigen weise das Verkehrsschild " Gefahrenstelle Straßenschäden " auf die Gefährdungen hin. Entsprechend langfristiger Planungen des Landes müssen offenbar andere Straßenprojekte deutlich weiter oben auf der Prioritätenliste gelandet sein. Vor diesem Hintergrund wird bestätigt : " Nach 2014 / 15 ist eine bituminöse Tragschicht mit Binder und Decke, einschließlich Banketterneuerung mit Grabenregulierung vorgesehen ". Der Amtsleiter komplettiert diese Aussage mit der folgenden Begründung : " Wegen nicht ausreichend zur Verfügung gestellter Fördergelder, überzogener Mittelkontingente sowie zusätzlicher Bauprojekte musste unter anderem die Sanierung der K 1331 im Jahr 2009 aus dem Förderprogramm bis 2013 als weiterer Bedarf zurückgestellt werden ". Eine Wiederaufnahme nach 2014 müsse momentan abgewartet werden.

" Ein Radweg ist laut Verkehrszählung nicht notwendig "

Einer Kostenschätzung zufolge – diese ist allerdings schon fünf Jahre alt – werden für diesen Straßenabschnitt ab dem Ortsausgang Wasserleben etwa 500 000 Euro benötigt. Ob sich das Projekt zehn Jahre später zu ähnlichen Konditionen realisieren lässt, sei dahingestellt, scheint jedoch eher ausgeschlossen.

In der Summe nicht enthalten ist der Bau eines parallelen Radweges. " Nach vorliegenden Straßenverkehrszählungen ist dieser auch nicht notwendig ", sagt Amtsleiter Herbert Hübe auf Nachfrage der Harzer Volksstimme.