Sie brauchen keinen Soundcheck und erst recht keine Vorband zum Anheizen der Stimmung. Beim traditionellen " Einmarsch der Gladiatoren ", in diesem Fall des Blasorchesters Langeln sowie " Senju ", ist die Stimmung praktisch schon da. Am Sonnabend mit über 200 Besuchern nicht ganz ausverkauft, beeinträchtigt das das " Wiesn-Flair " aber in keinster Weise.

Langeln. Monatelang vor dem Winterfest der Blasmusik 2010 " wird schon prophezeit : " Das muß man einfach mal erlebt haben. Da fliegen die Löcher aus dem Käse. " Das war keine Übertreibung, wie sich am Wochenende wieder mal gezeigt hat. Eigentlich darf genau das auch nicht verwundern. Ist doch das Musikprogramm mit gleichermaßen beliebten, wie bekannten Titeln nur so gespickt. Mancher dürfte sich da an seine Kinderzeit erinnert haben. Hat doch den " Treuen Husar " schon der Opa " ins Ohr geblasen ", immer gleich nach " Hoppe, hoppe Reiter ". Und dass man mit Schmachtfetzen, wie dem " Griechischen Wein ", " Rosamunde " oder " Heidi " auch nicht viel falsch machen kann, versteht sich von selbst. Ganz zu schweigen von der stimmungsmäßigen Nationalhymne : " Köhlerliesel " zwischen Stapelburg, Danstedt und Nordhausen. Auch Jüngere im Saal (!) können davon wenigstens den Refrain mitsingen – und mitschunkeln sowieso.

Das volle Spaßprogramm für 5, 99 Euro Eintritt. Das scheint Sonnabend schwer zu toppen zu sein, nicht mal von " Deutschland sucht den Superstar ". Der " Dieter Bohlen in der Fichte " heißt an diesem Abend Gabor Mäntz. Er begrüßt als Moderator die Nordharzer Blasmusik-Fangemeinde mit den Worten : " Sie haben es sicher schon bemerkt. Es gibt keine Aschenbecher. Wir würden uns freuen, wenn auch unter den Tischen nicht geraucht würde. "

Als " Langelns lange Nacht der Blasmusik " ausklingt, ist es schon lange Sonntag. Gut zu wissen, dass nach der " Winterfest-Machung " vor der nächsten ist. " Thank you for the music " – ABBA geblasen ! Wer hätte das gedacht.