Der Winter ist noch immer nicht vorbei. Die Sorgen im Wernigeröder Rathaus jedoch schon groß genug. Um 20 Prozent sind die Schäden auf den Straßen der Stadt gestiegen, das Geld für Reparaturen wurde um 150 00 Euro gekürzt.

Wernigerode. 165 Kilometer Straße " bewirtschaftet " die Stadtverwaltung Wernigerode. Diese sogenannten städtischen Fahrwege haben wie auch die Bundes-, Landes- und Kreisstraßen, für die man im Rathaus jedoch nicht zuständig ist, in diesem Winter mehr denn je gelitten. " Wir gehen von 20 Prozent mehr Schäden aus ", sagte Jörg Völkel auf Nachfrage der Harzer Volksstimme und ließ nicht unerwähnt : " Damit liegen wir im Landestrend unter dem Durchschnitt, der bei 30 Prozent steht. "

Ausschlaggebend dafür sei, so der Bauamtsleiter weiter : " Die meisten Straßen in Wernigerode und den Ortsteilen sind von vornherein in einem relativ guten Zustand. " Aber, so Völkel bedauernd : " Die gewohnte Wernigeröder Qualität wird nur schwer zu halten sein. " Warum ?

" Wir müssen mit weniger Geld auskommen. " Standen dem Amt im Vorjahr noch 750 000 Euro zur Verfügung, sieht der Haushaltsplan diesmal nur 600 000 Euro vor. Davon sind für die Reparatur der Straßen 250 000 Euro und der Pflasterbereiche 150 000 Euro geplant. Aus diesem Topf müssen auch noch Stützmauern und Straßenentwässerungen, Verkehrsschilder und Polleranlagen repariert werden. Das Budget ist also begrenzt, zumal die neuen Ortsteile Reddeber und Schierke auch ihre Anteile bekommen sollen.

" Die Aufnahme der Schäden hat begonnen, ein Ende ist aber noch nicht abzusehen ", sagte Völkel. Die größten Probleme sind aufgebrochene Fugen, das Ablösen der Deckschicht und die fast unpassierbaren Schotterstraßen.

Nur dort, wo die Verkehrssicherheit durch tiefe Schlaglöcher nicht mehr gegeben ist, wird umgehend gehandelt und mit Kaltbitumen geflickt. " Das ist jedoch ein Schnellschuss, die Haltbarkeit dieses Gemisches nur von kurzer Dauer. " Wie Völkel weiter erläuterte, kann nicht vor Mitte März, Anfang April mit den Reparaturarbeiten begonnen werden. Grundvoraussetzungen sind : Die durchschnittliche Tagestemperatur muss mindestens bei fünf Grad liegen, der Boden frostfrei und das entsprechende Material vorrätig sein. " Bis jetzt haben die Mischwerke noch gar nicht mit der Produktion begonnen. "

Bis der " Schlaglochplan " abgearbeitet ist, " wird wohl Juni sein ", schätzte der Bauamtsleiter ein. " Ausdrücklich ", so Völkel abschließend, " bitten wir die Bürger um Hinweise, wo besonders starke Straßenschäden sind. "

Mit Sicherheit auf der Friedrichstraße, vor allem in Oberhasserode. Doch dafür ist nicht das Wernigeröder Rathaus, sondern der Landesbaubetrieb in Halberstadt verantwortlich. Die Harzer Volksstimme bleibt dran. Übrigens