Die evangelische Johannisgemeinde kann in diesem Jahr ein kleines Jubiläum feiern. Seit zehn Jahren gibt es ihr Bauwagen-Projekt im Stadtfeld. Auch die Geburtstagssaison wird wieder durch die Gebäude- und Wohnungsbaugesellschaft Wernigerode ( GWW ) finanziell unterstützt.

Wernigerode. " Am Anfang haben wir nicht gedacht, dass wir da mal so eine Kontinuität reinbringen ", sagt Hans-Jürgen Kant. Für den Pfarrer der evangelischen Johannisgemeinde ist das Bauwagen-Projekt unterhalb der Dr .-Jacobs-Straße im Stadtfeld und seine inzwischen zehnjährige Erfolgsgeschichte schon ein kleines Wunder.

Und ein schönes noch dazu, findet Kirsten Fichtner. Die Geschäftsführerin der GWW war deshalb gestern zum wiederholten Mal zu Gast bei Pfarrer Kant und seinen Mitstreitern, um die Initiative finanziell mit abzusichern. Einziger Unterschied zu den Vorjahren : Über die Höhe der Summe haben beide Partner diesmal Stillschweigen vereinbart.

Barbara Cöster als Bauwagen-Chefin konnte bei dem Treffen von einer Premiere berichten. Durch eine Kooperation mit der Stadtjugendpflege und dem Internationalen Bund besteht jetzt die Möglichkeit, die im Schnitt etwa 25 bis 30 Mädchen und Jungen den Winter über jeweils donnerstags in das " Center " zu holen. Das Projekt heißt " Gemeinsam stark. " Barbara Cöster : " Wir haben bereits Fotos von schönen und nicht so schönen Ecken im Stadtfeld aufgenommen. " Sie werden demnächst bei einem " Tag der Begegnung " auf einer Bilderwand in dem Jugendtreff gezeigt. Zum Frühjahr hin wird zudem eine Müllsammelaktion geplant. Ziel ist es, die Kinder für ihr Umfeld zu sensibilisieren. Aber auch deren Eltern und Großeltern sollen damit erreicht werden.

" Das ist richtig toll ", zeigt sich Kirsten Fichtner von dem Vorhaben begeistert. Seit zwei Jahren engagiert sich die GWWChefin für eine Aufnahme des Wohngebietes in das Förderprogramm " Soziale Stadt. " Der Antrag ist gestellt, eine Antwort steht aber noch aus. Aktivitäten wie jene im " Bauwagen-Projekt " sind genau das, was sich im Anspruch, ein lebenswertes Stadtfeld zu entwickeln, widerspiegeln soll. Kirsten Fichtner : " Wir sind für jeden Partner dankbar. " Und : " Ich hoffe, dass wir dafür die Unterstützung aller Verantwortlichen in Wernigerode haben. "

Ab Mai soll das buntbemalte hölzerne Gefährt wieder an seinem angestammten Platz stehen. Zuvor wird die GWW-Geschäftsführerin den Kindern aber einen Besuch im " Center " abstatten. Nicht nur, weil dort laut Barbara Köster auch regelmäßig gemeinsam gekocht und gegessen wird. Zudem signalisiert Kirsten Fichtner Unterstützung für weitere Aktionen. Sie verspricht : " Wenn es um Material geht, dann ist das kein Problem. "