Mit viel Spaß sowie Hammer und Sichel als nur einer neuen Wappenidee startete der ECV Elbingerode in Rübeland in die närrische Saison. Gäste aus vielen Orten der neuen Stadt waren dabei, als sich die Elbingeröder Truppe quasi selbst aufgab und unter Jubel in Oberharzer Carnevalsverein umbenannte : " OCV – Helau !"

Rübeland. Zu einer regelrechten Mottoshow in Sachen neue Stadt Oberharz am Brocken geriet der Auftakt des ECV " Grün-Weiß " Elbingerode am Sonnabend im Goethehaus. Gleich zwei große Kostümgruppen hatten sich alle Mitgliedsorte auf den Kopf geschrieben oder umgehängt : Einmal als Art Yetis mit einem Mini-Brocken auf dem Kopf und einmal als Schafherde. Die zog laut blökend ins Goethehaus ein. Vorneweg ein Banner mit neuem Ortsnamen und Wappen. Und selbstverständlich hatte die neue Kommune " Flügelrode " einen Hirsch im Wappen, allerdings einen ganz besonderen - den des Bürgermeisters. " Der Kopf ist austauschbar !", hieß es denn auch gleich kommentierend. Dennoch freute sich Bürgermeister Andreas Flügel mit den Karnevalisten und signalisierte selber mit einer Kapi-tänsuniform seinen Führungsanspruch und zugleich : Dass alle Oberharzer nun tatsächlich in einem Boot sitzen.

Vereins- " Protokollante " Andreas Kuntzsch rechnete in seiner üblichen progammatischen Eröffnungsrede mit der gegenwärtigen Wappen-Debatte ab : Auch die Bode oder eine E-Lok der Rübelandbahn seien denkbar als Wappen, meinte er, und Hammer und Sichel : Denn wenn selbst die einst nur ab und zu mal durchreisenden deutschen Könige als Wappenvorlage gelten, dann auch die Russen. " Die waren schließlich 45 Jahre hier !", so der Protokollant unter Beifall und Gelächter. Großen Jubel hatte es auch schon zur Auftaktrede von Noch-ECV-Präsident Ronald Fiebelkorn gegeben. Er verkündete auch eine Reform, einen Namenswechsel : Aus dem seit 38 Jahren bestehenden Elbingeröder Carnevalsverein wurde nun der Oberharzer Carnevalsverein. Mit altem Präsidenten sowie Elferrat und neuem Ruf : " OCV Helau !".

Der Ruf muss allerdings von den alten Spaß-Haudegen noch geübt werden. Selbst Andreas Kuntzsch fiel ins vertraute, nun veraltete " ECV Helau !" zurück. Aber wer wisse schon, wie lange sich der OCV-Name nun halten werde, hieß es.

So zog sich denn die Gebietsreform wie ein dicker roter Faden durch die Beiträge bis hin zu einem " Oberharzer Dschungelcamp " am Schluss. Künftige Programmbesucher können gespannt sein. Auch die Klassiker fehlten nicht. Figuren wie ein " Schwiegersohn aus Braunlage " ( Wolfgang Brendemühl ) sowie " Oma Erna und Opa Herbert " ( Gundel Mikowsky und Herbert Mehlan ), " Eine tauetreckte Hausfrau " ( Susanne Fiebelkorn ) und " Zwei Ein-Euro-Jobber " ( Gerburg Meinecke und Susan Ehrt ) und viel andere sorgten für Stimmung. Nicht zu vergessen die Funken-Mädchen in allen Altersgruppen und das Männerballett – das übrigens seit 32 Jahren durchtanzt.

Weitere OCV-Spaßtreffs sind am 6 ., 7. und am 13. Februar.