Wernigerode. Auf ein erfolgreiches Jahr 2010 stießen am Mittwochabend die Mitglieder des Linke-Stadtverbandes und der Ratsfraktion bei ihrem Neujahrsempfang an.

Prominentester Gast im " Krummelschen Haus " war Wulf Gallert. Der Fraktionschef der Partei im Magdeburger Landtag erklärte unter anderem angesichts der aktuellen Querelen in der Bundesspitze, die Linke stehe keineswegs " einen Schritt vor dem Abgrund ". Im Gegenteil : Die Partei habe ein erfolgreiches 2009 hinter sich und diskutiere Probleme auf sehr hohem Niveau.

Zuvor hatte Thomas Schönfelder als Vorsitzender des Stadtverbandes u. a. Wernigerodes Sozialdezernenten Andreas Heinrich sowie die vier Ortsbürgermeister Christiane Hopstock ( amtierend / Schierke ), Reiner Oppermann ( Reddeber ), Siegfried K. Müller ( Benzingerode ) und Knut Festerling ( Minsleben ) begrüßt. Schönfelder erklärte, der Erlös der traditionellen Spendenaktion bei dieser Veranstaltung solle nach dem Erdbeben in Haiti zu gleichen Teilen an das dort engagierte " Bündnis Entwicklung hilft " und den Kinderschutzbund Harz gehen.

In Vertretung des erkrankten Fraktionschefs Dieter Kabelitz hielt dessen Stellvertreter Christian Härtel die Ansprache. Der Stadtrat legte dabei den Schwerpunkt auf die Kommunalpolitik. Härtel betonte z. B ., dass die Linke sich über den " moderaten Zuwachs " durch die neuen Ortsteile Schierke und Reddeber freue. Kritik übte der Redner an den Äußerungen von Oberbürgermeister Peter Gaffert über beide Dörfer bei dessen jüngstem Neujahrsempfang. Der Vize : " Man konnte fast den Eindruck gewinnen, er habe eine verfrühte Aschermittwochsrede gehalten. "

Wie Christian Härtel gestern informierte, erbrachte die Sammlung unter den etwa 60 Gästen insgesamt 600 Euro.